Keine Anzeichen für Schließung des Atom- reaktors in Nordkorea: Berichte nicht exakt

Nordkorea ließ bereits einen Termin verstreichen Im Gegenzug soll Land wirtschaftliche Hilfe erhalten

Die USA sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass Nordkorea seinen Atomreaktor in Yongbyon schließt. Derartige Berichte südkoreanischer Medien seien nicht exakt, sagte ein führender US-Vertreter. Seine Regierung habe keine Aktionen auf Seiten Nordkoreas beobachtet, die darauf schließen ließen, dass die kommunistische Führung in Pjöngjang ihren im Februar verabredeten Verpflichtungen nachkomme.

Zuvor hatte u.a. die südkoreanische Zeitung "Dong-A Ilbo" berichtet, Nordkorea habe möglicherweise mit der Schließung des Reaktors in Yongbyon begonnen.

Nordkorea hatte am vorigen Samstag einen Termin zur Abschaltung der Atomanlage verstreichen lassen. Die Schließung des Reaktors hatte das Land Mitte Februar im Rahmen der so genannten Sechser-Gespräche mit Südkorea, China, Japan, Russland und den USA vereinbart. Der Schritt soll das Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms einleiten. Im Gegenzug soll das Land wirtschaftliche Hilfen erhalten.

Die Regierung in Pjöngjang besteht aber darauf, vor der Schließung ihre Guthaben in Höhe von 25 Millionen Dollar zurückerhalten. Zwischen den USA und Nordkorea ist bisher strittig, ob die Mittel auf einer Bank in dem chinesischen Sonderverwaltungsgebiet Macao freigegeben wurden. Sie waren unter dem Vorwurf der Geldwäsche blockiert worden.

(apa/red)