Keine 14 Mrd Dollar für Ford, GM & Chrysler:
Bush als letzte Hoffnung für drei US-Riesen

Obama: Hilfspaket würde Domino-Effekt verhindern Programm wegen Streit zu Lohnsenkungen abgelehnt

Keine 14 Mrd Dollar für Ford, GM & Chrysler:
Bush als letzte Hoffnung für drei US-Riesen © Bild: APA/EPA/Kowalsky

Den schwer angeschlagenen US-Autokonzernen bleibt nur noch die Hoffnung auf US-Präsident Bush. Das 14 Mrd. Dollar (10,59 Mrd. Euro) schwere Rettungspaket für die drei großen US-Autobauer fiel im Senat durch. Wegen eines Streits mit der US-Autogewerkschaft über Lohnsenkungen stimmten die Senatoren 52 zu 35 gegen das Programm.

Die Gewerkschaft hatte von den Republikanern geforderte sofortige Lohnsenkungen abgelehnt. "Plan B ist der Präsident", sagte der Demokrat Carl Levin. Die Demokraten fordern, die Regierung solle den Autoherstellern kurzfristig Mittel aus dem 700-Mrd.-Dollar-Rettungspaket für die Finanzbranche zur Verfügung stellen. Dies sei nun der "einzig gangbare Weg", mahnte die demokratische Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi.

Bush bisher gegen Finanzspritze
Bush hat die Verwendung von Mitteln aus dem Rettungsfonds für die Finanzbranche bisher stets abgelehnt, sich aber für das Hilfspaket ausgesprochen. Das Weiße Haus erklärte nach der Ablehnung durch den Senat, es prüfe seine Optionen. Auch Bushs designierter Nachfolger Obama hatte an die Senatoren appelliert, mit dem Hilfspaket einen verheerenden Domino-Effekt für die gesamte Wirtschaft zu verhindern. Direkt und indirekt hängen bis zu drei Mio. Arbeitsplätze von der US-Autoindustrie ab.

GM & Chrysler vor Scherbenhaufen
Die Autohersteller Chrysler und General Motors (GM) stehen damit vor einem Scherbenhaufen. Der stellvertretende Chrysler Chairman Tom LaSorda und der Finanzchef der ehemaligen Daimler-Tochter, Ron Kolka, erklärten, das Unternehmen werde ab Jahresanfang in Zahlungsschwierigkeiten kommen. "Jänner und das erste Quartal sind ein großes Problem für uns", sagte Kolka. Die Opel-Mutter General Motors ist finanziell ähnlich unter Druck. GM werde alle Optionen prüfen, um seine Restrukturierung fortzusetzen. (apa/red)