Kein Sieger im Derby der Oberösterreicher:
Ried entführt beim 2:2 einen Punkt aus Linz

Gastgeber LASK ging gleich zweimal in Führung Passive Defensivabteilung ließ aber Ausgleich zu

Kein Sieger im Derby der Oberösterreicher:
Ried entführt beim 2:2 einen Punkt aus Linz © Bild: APA/Rubra

Dem LASK ist die Revanche für die 2:5-Schlappe im Oberösterreich-Derby in Ried am vergangenen Sonntag nur teilweise gelungen. Die beiden Teams in Linz trennten sich in der 10. Runde der Bundesliga mit einem 2:2 (1:1), den Gastgebern reichten auch diesmal zwei Tore nicht zum Sieg. Nach vier Derby-Niederlagen in Folge holte "Schwarz-Weiß" zumindest wieder einen Punkt, in der Tabelle bleiben die Linzer als Fünfter einen Punkt vor Ried (6.).

Roman Wallner (15./Elfmeter) mit seinem neunten Saisontor und Thomas Prager (47., 7. Saisontor) brachten die Hausherren zweimal in Führung, Atdhe Nuhiu (33.) und Oliver Glasner (62.) retteten der Gludovatz-Elf aber noch einen Punkt. Im 34. OÖ-Derby war es das 10. Remis bei 11 LASK-Siegen und 13-Ried-Erfolgen.

Der LASK, im Vergleich zur Niederlage in Ried vor allem in der Abwehr verändert, gab in der ersten Hälfte den Ton an, ohne allerdings klar zu dominieren. Das 1:0 durch Wallner war auch dem erst 16-jährigen Rieder Mittelfeldakteur Marcel Ziegl zu verdanken, der Prager im Strafraum etwas ungeschickt zu Fall brachte. Wallner ließ sich vom Elfmeterpunkt die Chance auf das 1:0 nicht nehmen, Gebauer war chancenlos (15.). Wie in allen bisherigen Saison-Heimspielen der Linzer durften die Fans damit wieder spätestens in der 17. Minute jubeln.

Gäste fanden zu Chancen
Keineswegs chancenlos präsentierten sich hingegen die Gäste, die lediglich im Sturm umgestellt hatten, Nuhiu für Nacho aufboten. Das sollte sich in der 33. Minute bezahlt machen. Der Ex-Kärntner überragte bei einer schönen Flanke von Stefan Lexa seinen Gegenspieler Wolfgang Bubenik um 20 Zentimeter und köpfelte aus wenigen Metern zum Ausgleich ein (33.). Schon rund zehn Minuten davor hatte Nuhiu vermeintlich getroffen, das Tor war wegen passiven Abseits' aber aberkannt worden - Schiedsrichter Grobelnik konstatierte keine neue Spielsituation.

Kurz nach Seitenwechsel schlug der LASK zurück: Wallner bediente Prager per Stanglpass, der neuerlich starke "Antreiber" schob locker zum 2:1 ein (47.). Wie schon nach dem 1:0 agierte die Hamann-Elf in der Folge aber passiver. Das rächte sich: In der 62. Minute brachte ein hoher Ball die Linzer neuerlich in die Bredouille, diesmal durfte Glasner nach einem Lexa-Freistoß zum 2:2 einnicken (62.). Im Finish wurde der Derby-Charakter auch am Feld spürbar: In der 77. Minute musste Schrammel mit Gelb-Rot vom Platz, Ried-Trainer Paul Gludovatz wurde auf die Tribüne verbannt. Gegen zehn Rieder verstärkte der LASK nochmals spürbar seine Bemühungen, kam über das Remis aber nicht mehr hinaus.

SV Ried - LASK Linz Endstand 2:2 (1:1)
Stadion der Stadt Linz, 12.000, SR Grobelnik

Torfolge:
1:0 (15.) Wallner (Foul-Elfmeter)
1:1 (33.) Nuhiu
2:1 (47.) Prager
2:2 (62.) Glasner

LASK: Zaglmair - Bubenik, Margreitter, Alunderis, Rasswalder - Metz (Piermayr 72.), Majabvi, Prager, Saurer - Wallner, Mayrleb (Skuletic 66.)

Ried: Gebauer - Hadzic, Glasner, T. Burgstaller - Brenner, Ziegl, Schrammel - Lexa (95. Huspek), Drechsel (94. Grasegger), Mader - Nuhiu (74. Nacho)

Gelb-Rote Karte: Schrammel (78.)
Gelbe Karten: Majabvi, Saurer, Rasswalder bzw. keine
(apa/red)