Kein Schuldenerlass für Griechenland:
Fekter schließt Möglichkeit dezidiert aus

"Dann würden sie sich noch weniger anstrengen" Ministerin mit Einigung für Portugal-Hilfe zufrieden

Kein Schuldenerlass für Griechenland:
Fekter schließt Möglichkeit dezidiert aus © Bild: Reuters

Maria Fekter hat sich vor Beginn des EU-Finanzministerrats in Brüssel nochmals klar gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. "Das schließe ich aus, weil dann würden sie sich noch weniger anstrengen. Und ich bin ja dahinter, dass Griechenland die Hausaufgaben macht", sagte die Ressortchefin. Zufrieden zeigte sie sich mit der gestrigen Einigung der EU-Finanzminister auf das 78-Mrd.-Euro-Hilfspaket für Portugal. Befürchtungen, dass die 1,5 Mrd. Euro Haftungen, für die Österreich geradesteht, schlagend werden, hat sie nicht.

Betreffend Griechenland sagte Fekter, auch das sei ein "ambitioniertes Paket", auch habe es seitens der EU hier bereits "erste Festlegungen" gegeben, "was sie alles tun müssen". Griechenland müsste beispielsweise im Umfang von 50 Mrd. Euro Privatisierungen vornehmen. "Sie verharren aber derzeit noch in einem Status, den wir in den 70er Jahren hatten. So geht das nicht. Wenn man sich in den Euro hineingeschwindelt hat, muss man eben jetzt seine Hausaufgaben nachholen", sagte die Ministerin.

Erst "Hausaufgaben", dann Geldflüsse
Bevor Griechenland die "Hausaufgaben" nicht mache, könne jedenfalls kein Geld fließen. Es gehe nicht an, "Versprechungen zu geben und dann keine Privatisierungen auf Schiene zu bringen. Griechenland hat einen extrem hohen Staatsanteil und eine extrem hohe Verstaatlichung, das müssen sie bereinigen."

Auch betreffend des Portugal-Pakets verwies Fekter auf die damit verbundenen Auflagen: Das Land müsse "einen sehr großen Teil privatisieren, sie müssen den Staatsanteil abbauen, sie müssen mit Hinblick auf gewissen Privilegien etwas tun. Das sind die Hausaufgaben, die notwendig sind, damit man in der stabilen Euro-Zone bleiben kann." Die Wahrscheinlichkeit, dass Österreichs Haftungen nicht schlagend werden, sei "sehr groß". "Bei Portugal sind wir sehr, sehr zuversichtlich, dass sie rasch sich selbst wieder finanzieren können und keine Unterstützung mehr brauchen", sagte Fekter.

(apa/red)

Kommentare

Schuldenerlass Alles nur leere bla bla von Theorethikern die wohl null Ahnung von Volkswirtschaft haben. Dieses geile Sparpaket der EU und des IWF würgt die \'Griechische Wirtschaft komplett ab. Neben der bereits eintretenden Rezession steigt die Arbeitslosigkeit. Und bitte mit diesen Aktionen will man einen Staat sanieren ? Nächstes Jahre behauptet die Schotter Mizzi dann dass ein Schulderlass das einzig mögliche ist, denn es gibt ja man höre und staue KEINE ALTERNATIVE

Das kennen wir doch schon! 20.8.: "Ich habe versprochen, die Steuern in dieser Regierungsperiode nicht zu erhöhen. Und das halte ich." (Pröll)
1.9.: "Ich bin nicht bereit, neue Steuern einzuführen. Wir haben jetzt schon eine Steuerbelastung, die sich gewaschen hat." (Pröll)

..... und was haben wir bekommen?
Steuererhöhungen und in weiterer Folge eine neuerliche Teuerungswelle!

Wahrscheinlichkeiten und Glaube Unsere Politiker und die in der EU glauben noch immer an den Weihnachtsmann, denn sonst hätten sie die Verursacher dieser Probleme schon längst beseitigt. EU Gesetz gegen Spekulanten und Zocker, Entfernung aller Politiker aus ihren Ämtern die die EU und damit uns betrogen haben als sie sich \'reingeschwindelt\' haben. Und solange dies nicht geschieht übernehmen sie die Haftung für alle Folgen.

Seite 1 von 1