Kein Schatten von "Punxsutawney Phil":
Und alle Jahre wieder grüßt das Murmeltier

Laut "US-Obermeteorologe" kommt bald der Frühling Beim 125. Mal sagt Murmeltier schönes Wetter voraus

"US-Obermeteorologe" Phil hat diesmal keinen Schatten geworfen, als er aus seinem Bau herausgekrochen ist. Der Zeremonie zur Folge bedeutet das, dass der Frühling bald kommen wird. Allerdings lag der berühmte Nager mit seinen Wetterprognosen nur zehn Mal richtig. Mal sehen, ob die Vorhersage dieses Jahr stimmt.

Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem Murmeltiertag, hat das kleine Pelztier am Mittwoch seine Wetterprognose abgegeben. Erstmals seit 2007 stellte es ein baldiges Winterende in Aussicht.

In einem Drittel des Landes sieht es derzeit allerdings gar nicht danach aus, denn Millionen Amerikaner bereiten sich dort auf den Höhepunkt eines schweren Schneesturms vor. Trotzdem wurde Phil traditionsgemäß bei Sonnenaufgang aus seinem Bau in einem Wäldchen bei Punxsutawney geholt. Die Regel lautet: Scheint am Murmeltiertag die Sonne, "sieht" Phil seinen Schatten - und das bedeutet sechs weitere Wochen Winter. Wenn nicht, weil es bewölkt ist, dann bricht das Volk in Jubel aus: Der Lenz steht vor der Tür. Diesmal ließ sich Phil nicht lumpen - zur Freude Tausender Zuschauer vor Ort und vor den Fernsehschirmen daheim.

Phil, Inspiration für den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier", ist ein echter Star in Nordamerika. Jahr für Jahr erwarten Zehntausende Menschen im verträumten Punxsutawney und Millionen vor dem Fernseher gespannt, ob das 50 Zentimeter große Murmeltier seinen Schatten "sieht" oder nicht.

Phil ist zwar kein studierter Meteorologe, aber ganz klar ein Naturtalent. Noch vor Morgengrauen beginnt es: Dann pilgert der "innere Zirkel", eine Gruppe von 15 Männern mit Zylindern, und tausende Schaulustige in das Wäldchen Gobbler's Knob bei Punxsutawney. Dort wird der Nager gegen 7.30 Uhr aus seinem Quartier in einem Baumstumpf geholt - etwas unsanft, der Chef des "inneren Zirkels" klopft mit einem Stock gegen den Bau und zieht das Tierchen ans Tageslicht.

Der Ursprung des Murmeltiertags (englisch: Groundhog Day) geht zurück auf deutsche Siedler. Forscher nehmen an, dass sich die Bräuche der Einwanderer mit denen amerikanischer Ureinwohner vermischten. Die christlichen Siedler glaubten, dass an Mariä Lichtmess, exakt 40 Tage nach Weihnachten, Murmeltiere aus ihrem Winterschlaf erwachten. Wenn sie ihren Schatten sahen, erschraken sie und zogen sich für weitere sechs Wochen in ihren Bau zurück.

(apa/red)

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so nach dem motto: friert den bauern im sommer in den schuh, steht er mit die füße in der tiefkühltruh!!!

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