Kein Rücktritt - Oliver Kahn kommt zur WM: Goalie will als Nummer 2 dem Team helfen

Klinsmann legt sich fest: Lehmann wird im Tor stehen PLUS: Die DFB-Erklärung zum Entscheid im Wortlaut

Oliver Kahn kommt doch zur WM: Drei Tage nach der Ernennung seines Rivalen Jens Lehmann zur Nummer 1 im Nationalmannschafts-Tor hat Kahn auch als Ersatzmann seine Bereitschaft zur Teilnahme erklärt. "Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es wichtig ist für die Nationalmannschaft, trotz der für mich schwierigen Situation, dass ich bei der WM dabei bin", betonte Kahn, der dem Team seine volle und positive Unterstützung versprach.

Es dürfe nicht "um persönliche Eitelkeiten und persönliche Schicksale, sondern um das ganz Große gehen", sagte der 36-jährige Schlussmann weiter.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte dem langjährigen Stammkeeper mitgeteilt, dass Rivale Lehmann (Arsenal) bei der WM die Nummer 1 sein wird. Kahn reagierte überrascht und enttäuscht und ließ zunächst offen, ob er seine Karriere im Auswahlteam nach bisher 84 Länderspielen fortsetzen wolle.

Klinsmann hat die Entscheidung von Kahn mit großer Freude aufgenommen. "Ein Riesenkompliment für Oliver. Seine Erfahrung und seine Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und alles dazu beizutragen, dass wir eine erfolgreiche WM spielen, ist von großer Wichtigkeit".

In 48 Länderspielen hat Kahn die DFB-Auswahl, in der er 1995 sein Debüt feierte, als Kapitän auf den Platz geführt. Nach der EM 2004 in Portugal hatte Rudi Völler-Nachfolger Klinsmann mit Kahns Münchner Teamkollegen Michael Ballack einen Feldspieler zum neuen Mannschaftsführer ernannt.

(apa/red)