Kein Kündigungsschutz bis 25: Frankreich boxt Gesetz trotz heftiger Proteste durch

Umstrittene Arbeitsmarktreform verabschiedet

Trotz Massenprotesten hat die französische Nationalversammlung die umstrittene Abschaffung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger verabschiedet. Die Abgeordneten beschlossen das entsprechende Gesetz in Paris in letzter Lesung mit 329 zu 159 Stimmen. Mit der Maßnahme will die Regierung die hohe Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 20 Prozent reduzieren. In den vergangenen Wochen protestierten hunderttausende Menschen gegen das Vorhaben.

Das Gesetz sieht vor, dass Arbeitnehmer bis 25 Jahre in den ersten zwei Jahren ihrer Anstellung ohne Grund gekündigt werden dürfen. Premierminister Dominique de Villepin hatte das Gesetz in einem Sonderverfahren in erster Lesung ohne Debatte durch die Abgeordnetenkammer gebracht.

Der Senat billigte das Gesetz am Montag in erster Lesung mit 178 zu 127 Stimmen. Er muss am Donnerstag erneut zustimmen. Es wurde erwartet, dass die Gewerkschaften ihre Protestaktionen fortsetzen.

(apa/red)