Kein Frieden im Nahen Osten: Gefechte und Luftangriffe erschüttern den Gazastreifen

Mehrere Menschen sterben bei heftigen Kämpfen

Die israelische Armee hat ihre Luftangriffe auf militante Palästinenser im Gazastreifen verstärkt. Insgesamt starben bei den Militäroperationen in den Palästinensergebieten mindestens 18 Palästinenser.

Die heftigsten Schießereien gab es bei einer Razzia in Bet Hanun im Norden des Gazastreifens, wo sich etwa 60 bewaffnete Palästinenser in einer Moschee verschanzt hatten. Soldaten erschossen nach palästinensischen Angaben auch zwei Demonstrantinnen, die zu der belagerten Moschee vordringen wollten.

Unterdessen unternahm die israelische Armee mit Hubschraubern neue Angriffe im Gazastreifen. Bei dem folgenreichsten Angriff seien im Norden des Küstengebiets allein sechs Menschen umgekommen, unter ihnen ein Krankenwagenfahrer, hieß es. Weitere Raketenangriffe auf Autos töteten drei militante Kämpfer in dieser Gegend sowie einen Hamas-Kämpfer in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens.

Seit Beginn der israelischen Offensive "Herbstwolken" am Mittwoch hat das palästinensische Gesundheitsministerium 35 Todesopfer gezählt.

UN-Generalsekretär Annan äußerte sich besorgt über die Lage im Gazastreifen. Die israelischen Militäroperationen in dicht besiedelten Gebieten hätten zwangsläufig Opfer unter der Zivilbevölkerung zur Folge, sagte Annan in New York. Die israelische Armee erklärte, der am Mittwoch begonnene Einsatz in Beit Hanun solle palästinensische Raketenangriffe auf Israel unterbinden. (apa)