Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis:
Ortstafelfrage bleibt weiterhin ungelöst

Treffen von Ostermayer, Dörfler & Volksgruppen Verhandlungspartner loben "positives Gesprächklima"

Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis:
Ortstafelfrage bleibt weiterhin ungelöst © Bild: APA/EGGENBERGER

Die erste Runde der Verhandlungen zur Lösung der Kärntner Ortstafelfrage zwischen Bund, Land und Slowenenvertretern ist ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungsteilnehmer - Staatssekretär Ostermayer, der Kärntner Landeshauptmann Dörfler sowie der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, Inzko - lobten bei einer Pressekonferenz unisono das gute Gesprächsklima.

Bei einer weiteren Gesprächsrunde in den kommenden "zwei bis drei Wochen" sollen dann auch die Bürgermeister der betroffen Region Südkärntens am Verhandlungstisch Platz nehmen. "Es wird noch einige Gespräche brauchen", meinte Dörfler. Nach den Bürgermeistern sollen dann auch die Parteichefs zu den Gesprächen gebeten werden. "Wir werden in den nächsten Monaten eine kluge Lösung finden", so Dörfler. Für Weihnachten 2011 erwartete er sich "ein schönes Paket für Kärnten".

Die von der FPK in der betroffenen Region geforderte Abstimmung über einen Lösungsvorschlag sei am ersten Verhandlungstag "kein Kernthema" gewesen, sagte Dörfler. Laut einer von ihm in Auftrag gegebenen Umfrage würden sich 83 Prozent der Kärntner eine finale Lösung des Streits wünschen.

Optimismus bei Ostermayer
Optimismus legte auch Ostermayer an den Tag. Es wäre schön, bald sagen zu können, "Kärnten ist frei von der Ortstafeldiskussion", meinte der Staatssekretär in Anlehnung an den legendären Ausspruch des damaligen ÖVP-Außenministers Leopold Figl anlässlich der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955. Es sei auch nicht ausschließlich über Ortstafeln gesprochen worden, sondern auch über andere Probleme der slowenischen Volksgruppe in Kärnten. Konkret nannte er das zweisprachige Musikschulwesen, Kindergärten und auch Medien.

Inzko erklärte, im Namen aller drei an den Verhandlungen teilnehmenden Slowenenorganisationen - nämlich Rat, Zentralverband und Gemeinschaft - zu sprechen. Auch er betonte die "ausgezeichnete Atmosphäre", mit Ostermayer sei er "per du" geworden.

(apa/red)

Kommentare

Berndorferbaer melden

kein problem in jugoslawien stellen wir deutschsprachige auf und gut ist\'s. so kann jeder sehen, wo er zu hause ist, oder wie er dort hinkommt. haben wir sonst keine probleme? es grüßt der villacher fasching!!!
gibts da nicht ein obergerichtliches urteil? da hat sich doch alles, in wohlgefallen aufgelöst!!!

christian95 melden

Seit dem Krieg wird in Kärnten mit diesen Ortstafeln Politik gemacht, werden Wahlen gewonnen/verloren.....

Nun sollen sich auf einmal "ALLE" einigen?
Es werden sich sicherlich 100e Gründe finden zu finden sein, warum das noch einige Jahre nicht möglich ist ...

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