Kein Ende der Todesstrafe: Schwarzenegger plant eine "Optimierung" von Hinrichtungen

Will Giftspritze in Einklang mit der Verfassung bringen Gouverneur reagiert auf Entscheid von Bundesrichter

Kein Ende der Todesstrafe: Schwarzenegger plant eine "Optimierung" von Hinrichtungen

Nach der vorläufigen Aussetzung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Kalifornien hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger neue Pläne für eine Fortsetzung der Hinrichtungen vorgestellt. Er werde alles unternehmen, um den Einsatz der Giftspritze mit der Verfassung in Einklang zu bringen, damit die Todesstrafe in Kalifornien beibehalten werden könne, teilte der Republikaner mit.

Auf über 100 Seiten schlägt der Gouverneur Verbesserungen vor, darunter den Bau einer neuen Todeskammer und spezielle Trainingskurse für das Hinrichtungsteam, berichtete die "San Jose Mercury News".

Schwarzenegger reagierte damit auf eine Entscheidung von Bundesrichter Jeremy Fogel, der im Dezember in San Jose Hinrichtungen mit der Giftspritze ausgesetzt hatte. Der Richter führte zur Begründung an, die Todesspritze stehe im Widerspruch zur Verfassung, die grausame und außergewöhnliche Bestrafungen verbiete. Fogel listete Mängel im gesamten Prozess von schlecht ausgebildetem Personal bis hin zum falschen Mix der verabreichten tödlichen Substanzen auf.

In Kalifornien sitzen rund 650 Häftlinge in Todeszellen, mehr als in jedem anderen US-Bundesstaat. Die Hinrichtung mit der Giftspritze erfolgte bisher in 37 Bundesstaaten. (apa/red)