Kaufkraft von

Österreicher sind
reicher als Deutsche

Die Top-Verdiener wohnen in Wien

Kaufkraft - Österreicher sind
reicher als Deutsche © Bild: istock, vchal

Die Österreicher können mit den Ergebnissen der Studie des Marktforschungsunternehmens GfK durchaus zufrieden sein. Denn bei der Pro-Kopf-Kaufkraft liegt die Alpenrepublik klar vor den Deutschen:

Nur die Schweizer haben noch mehr

Das verfügbare Nettoeinkommen beträgt bei uns im Durchschnitt 24.067 Euro im Jahr, beim großen Nachbarn sind es nur 23.779 Euro. Die Schweizer haben laut einer aktuellen Drei-Länder-Studie sogar 42.067 Euro zur Verfügung.

Die Studie zeigt, wie verschieden die regionale Kaufkraft ist, sowohl zwischen als auch innerhalb der Länder. Der Fokus liegt dabei in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede.

Österreichweit ist die höchste Kaufkraft in Wien und im Wiener Umland, dem sogenannten "Speckgürtel", zu finden. So führt wenig überraschend der 1. Bezirk, Innere Stadt, mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 39.758 Euro pro Kopf und Jahr die Liste an.

In Wien lässt es sich gut verdienen

In Wien geht die Schere zwischen Einwohnern mit sehr hoher und sehr niedriger Kaufkraft stark auseinander. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens GfK listet gleich sechs Wiener Bezirke unter den Top-10 der kaufkraftstärksten Bezirke in Österreich. Gleichzeitig belegen sieben weitere Bezirke der Bundeshauptstadt die insgesamt letzten Plätze, geht aus der Studie hervor.

Kaufkraftsumme in Österreich liegt bei 212,3 Milliarden Euro

Insgesamt kommen die 8,8 Mio. Österreicher 2019 auf eine Kaufkraftsumme von rund 212,3 Mrd. Euro, wobei jedem Bewohner im Schnitt 24.067 Euro pro Kopf zur Verfügung stehen. GfK definiert Kaufkraft als "das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen".

In Wiens Speckgürtel ist das Börsl voll

Österreichweit ist die höchste Kaufkraft laut der Studie in Wien und im Wiener Umland, dem sogenannten "Speckgürtel", zu finden. So führt wenig überraschend der 1. Bezirk, Innere Stadt, mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 39.758 Euro pro Kopf und Jahr die Liste an. Damit liegt die Kaufkraft um mehr als 65 Prozent über dem gesamtösterreichischen Durchschnitt.

Die kaufkräftigsten Bezirke

© APA

Auf Platz zwei und drei folgen der 13. Bezirk, Hietzing (31.094 Euro), und Mödling (30.653 Euro). Ebenfalls unter den 10 kaufkraftstärksten Bezirken befinden sich in Wien Döbling (19. Bezirk), Währing (18. Bezirk), Wieden (4. Bezirk) und Liesing (23. Bezirk), Tulln und Korneuburg in Niederösterreich und die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt.

Obwohl Wien stark unter den Top-10 vertreten ist, liegt die Hauptstadt im GfK-Bundesländerranking an letzter Stelle. Mit 23.246 Euro pro Kopf und Jahr liegt die Kaufkraft um mehr als drei Prozent unter dem landesweiten Durchschnitt. In Wien ist die Kaufkraft-Verteilung sehr heterogen: So stehen den sechs Bezirken in den Top-10 sieben weitere Bezirke gegenüber, die der Studie zufolge im gesamtösterreichischen Bezirks-Ranking auf den untersten Plätzen rangieren. Welche Bezirke das sind, wollte GfK auf APA-Anfrage nicht preisgeben.

Wer führt die Bundesländerliste an?

Angeführt wird die Bundesländer-Liste dagegen von Niederösterreich, wo das durchschnittlich verfügbare Nettoeinkommen bei 25.186 Euro und damit rund fünf Prozent über dem Durchschnitt liegt. An zweiter und dritter Stelle liegen Vorarlberg (25.134 Euro) und Salzburg (24.444 Euro). Trotzdem ist der kaufkraftstärkste Bezirk Österreichs die Wiener Innenstadt, auf Platz zwei liegt Wien-Hietzing vor Mödling (NÖ).

Kommentare

Roland Mösl

Es kommt nicht auf das Netto an, sondern was nach Wohnkosten, Mobilität und Essen davon noch übrig bleibt.

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