Arbeitszeit-Debatte von

Katzian fordert
Anrecht auf Viertagewoche

ÖGB-Chef: Als Ausgleich für 12-Stunden-Tag

Arbeitszeit-Debatte - Katzian fordert
Anrecht auf Viertagewoche © Bild: APA/Hans Punz

Im Zuge der Beschließung des Zwölf-Stunden-Tages fordert ÖGB-Chef Wolfgang Katzian die Viertagewoche als Ausgleich.

„Wir wollen Spielregeln durchsetzen, zum Beispiel den immer wieder versprochenen Anspruch auf eine Viertagewoche als Ausgleich“, fordert Wolfgang Katzian, ÖGB-Chef in einem Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“. Im Gesetz stehe kein Wort davon drinnen.

Planbare Freizeitblöcke als Ausgleich

Das Gesetz garantiere den Arbeitnehmern zwar die freie Wahl, ob sie für Überstunden Geld oder Freizeit wollen. "Das heißt aber nicht, dass die Leute die Freizeit dann nehmen können, wann sie wollen: Von einem Selbstbestimmungsrecht ist im Gesetz keine Rede", so der ÖGB-Chef. Erst wenn es dieses gäbe, wäre das eine positive Flexibilisierung, die sich die Menschen wünschten. Für die "Besteller" sei nun „Zahltag“ sagte Katzian mit Blick auf die Industrie, die diese Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit gefordert hatte.

"Langer Atem" gefragt

Warum es nach der großen Demonstration mit 100.000 Menschen, auf die Katzian sehr stolz ist, jedoch eher ruhig wurde, begründet er in dem Gespräch damit, dass man das Pulver nicht auf einmal verschießen wolle, sondern es hier auf „langen Atem“ ankäme.

Weg des Dialogs verlassen

Vor einem Ende der Sozialpartnerschaft fürchtet sich Katzian nicht: "Ich kann und werde die Sozialpartnerschaft nicht herbei weinen und werde auch damit leben, wenn es sie nicht mehr gibt." Ohne Gespräche mit den Gewerkschaften werde aber der Weg des Dialogs verlassen. "Damit sind wird dann beim Arbeitskampf und bei Protesten auf der Straße".