Katzen in Weihnachtszeit von

Gefährliches Glitzern

Katzen in Weihnachtszeit - Gefährliches Glitzern © Bild: News/Ian Ehm

Der erste Advent ist für viele der Beginn einer besinnlichen Zeit. Keineswegs aber für Katzen und deren Halter. Für Kater Lenny und Katze Rosina ist bereits das Entfachen der ersten Kerze auf dem Kranz ein Fest. Wie gebannt sitzen die beiden felinen Gesellen vor der lodernden Flamme. Ist sie erloschen, gilt es, das grüne Geflecht zu analysieren. Die Standfestigkeit der Kerzen wird mittels Pfote getestet, der Duft der Nadeln wird eingesogen. Wer mit einem Stubentiger seine Wohnung teilt, sollte dessen Neugier nicht unterschätzen und jeden Aufputz des Adventkranzes vermeiden. Bänder, Maschen und zerbrechliche Zierstücke werden von den meisten Katzen als Beute wahrgenommen und können zu schlimmen Verletzungen führen.

© iStockphoto.com/MaRussya So nicht: Für Katzen sind Glaskugeln eine attraktive Beute

Der Adventkranz ist aber nur ein kleines Vorspiel für alles, was der Weihnachtsbaum zu bieten hat. Denn nicht nur für Lenny und Rosina ist der Tannenbaum durch keine Kletterwand zu ersetzen. Die Freude, das Stück Natur in der Wohnung zu erkunden, sollte man jedem Stubentiger gönnen. Voraussetzung ist eine stabile Befestigung des Baums. Haben sich Samtpfoten an den Fremdkörper gewöhnt, steht dem Schmücken desselben nichts mehr im Wege. Auch hier gilt: keine zerbrechlichen Kugeln oder Figuren. Darin sieht jeder Stubentiger ein verlockendes Spielzeug, das es zu erbeuten gilt. Am besten bringt man Schmuck aus unzerbrechlichem Material an. Keinesfalls sollte dieser mit Schnüren oder Christbaumhäkchen montiert werden. Auch durch die droht Verletzungsgefahr.

Ein absolutes Tabu in jedem Katzenhaushalt sind Engelshaar und Lametta. Die glitzernden Bänder fordern jede Samtpfote zum Spiel auf. Es reicht, wenn die Katze daran kaut: Nur allzu leicht kann sie sich Schnittwunden in der Mundhöhle oder an der Zunge zuziehen. Verschluckt sie ein Stück des dünnen Bandes, kann das letale Folgen haben, wenn sich die Schnur um den Darm schlingt. Erkennt man erste Beschwerden, kommt meist jede Rettung zu spät.

Saisonale Topfpflanzen wie der Weihnachtsstern mit seiner roten Blüte sind für viele Katzen sehr attraktiv. Bereits die Verkostung der Blätter kann zu Zittern, Erbrechen oder gar zum Schlimmsten führen. Auch der Verzehr von Tannennadeln kann bei Haustieren zu Übelkeit führen.

Wer ungern auf gewohnten Tand verzichtet, sollte bedenken, dass Weihnachten mehr ist als ein Fest der Glaskugeln.

Information: schroll.at,
für den Notfall: www.tierklinik-aspern.at

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