Katholischer Familienverband für Kinder-freundlichkeit: Lebbare Vorbilder im ORF-TV

Weniger Singledasein in Familienserien gefordert Reaktivierung der eingestellten "Mini-ZiB" erwünscht

Mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit wünscht sich der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), Clemens Steindl, im ORF-Programm. Steindl kandidiert für die Direktwahl des ORF-Publikumsrats, die zwischen 26. Jänner und 1. Februar stattfindet, für den Bereich Eltern und Familie. Seine Vorstellungen und Forderungen an das ORF-Programm machte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien deutlich.

Sechs Verbesserungsvorschläge hat der Präsident des KFÖ für das ORF-Programm, darunter die Reaktivierung der 1997 eingestellten "Mini-ZiB", ein verstärktes Angebot von Themen für Jugendliche und Familien in den Ratgebersendungen sowie die klare Einhaltung des sogenannten "watershed"-Prinzips, das bedeutet, dass keine Filme mit Gewaltdarstellungen vor 22.00 Uhr gezeigt werden dürfen. Familien-und kindergerechte Sendungen sollen im Tagesprogramm gekennzeichnet werden und neue Formate für die ganze Familie entwickelt werden.

Kritik an Familienbilder
Außerdem kritisiert Steindl die Familienbilder, die in TV-Serien transportiert werden. Er fordert daher, dass hier mehr "lebbare Vorbilder gezeigt werden und weniger das Singledasein oder das Leben exklusiver Zirkel als Leitbild dargestellt werden". Grundsätzlich spricht sich Steindl auch für die Aufwertung des Publikumsrates aus und fordert eine Veröffentlichungspflicht der Vorschläge und Ideen, die von den Publikumsräten eingebracht werden.

Steindl kandidiert bei der Publikumsratswahl als Vertreter des konservativen KFÖ und wird damit eher von der ÖVP unterstützt. Traditionellerweise können die Direktwahl der Publikumsräte vor allem die SP-unterstützten Kandidaten für sich entscheiden.

(apa/red)