Kasse soll alles für Zähne zahlen: Kdolsky will so teure Folgekrankheiten vermeiden

Zeitung: "Bis hin zur Prophylaxe und Reinigung" Beitragserhöhung kommt erst mit Kassen-Bewegung

Gesundheitsministerin Kdolsky will, dass die Krankenkassen in Hinkunft für "die gesamte Zahnversorgung" aufkommen. "Das wäre sinnvoll", meinte sie im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse", "bis hin zur Prophylaxe und Reinigung". Dadurch könnte man kostenintensive Behandlungen und teure Folgekrankheiten vermeiden, meinte sie.

Mit der geplanten Erhöhung der Krankenkassenversicherungsbeiträge möchte Kdolsky erst starten, wenn "von Seiten der Kasse Bewegung zu erkennen ist". Damit stellt sie die Umsetzung des von den Sozialpartnern bereits akkordierten Pakets, das Einsparungen in der Höhe von 300 Millionen Euro bringen soll, Anfang Jänner in Frage.

"Im Regierungsprogramm steht, dass die Beitragserhöhung erst kommt, wenn die Versicherungsträger kreative Ansätze zur Effizienzverbesserung haben. Ich sehe nicht ein, dass ich die Österreicher zur Kasse bitten soll, wenn von Seiten der Kassen keine Bewegung zu erkennen ist", erklärte die Gesunheitsministerin auf die Frage, ob die Einsparungen und die Beitragserhöhungen noch im Jänner gestartet werden.

(apa/red)