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"Kasperltheater" in der ZiB2

Bundespräsidenten-Kandidat Lugner im Interview mit Armin Wolf

Dienstagnacht, ZiB 2: Der Bauunternehmer Richard Lugner (83) stellt sich Nachrichtensprecher Armin Wolfs Fragen zu seiner Kandidatur als Bundespräsident. Statt Wahlkampf-Ziele vorzustellen, kommt jedoch immer wieder das Thema von Lugners selbst gewählter Rolle als Hofburg-Kasperl zur Sprache.

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Angesprochen auf ein Werbeplakat, bei dem Lugner als Kasperl und seine Mitstreiter um das Bundespräsidentenamt als Nebenfiguren karikiert wurden, meint Lugner: "Ich wurde im Vorfeld immer wieder als Kasperl angesprochen. Daraufhin hat ein Karikaturist eine Karikatur gemacht mit allen Kandidaten und mir hat er gesagt 'Der Kasperl gewinnt immer, den Kasperl kann niemand erschlagen' und das ist einfach eine lustige Wahlkampfidee".

Richard Lugners Kasperltheater
© Reini Buchacher

Wolf wollte weiters wissen: "Wie sehr kann man eine Präsidentenwahl eigentlich verblödeln?" Lugner winkte ab: "Wir sollten darüber reden, was meine Ziele sind, nicht über alle möglichen Kasperlngeschichten." Seine Ziele würden erst relevant, sollte Lugner Bundespräsident werden, gab Wolf zurück. Ob Lugner den Wahlkampf als Werbekampagne für sein Einkaufszentrum und seine Fernsehshows verwenden würde? Der 83-Jährige verneinte: "Ich habe das aus meiner Privattasche bezahlt."

»Herr Wolf, nur den Lugner am Nasenring spazieren führen, das geht nicht.«

Gefragt auf welcher politischen Seite er stehen würde, berief sich Lugner auf das Wahlgeheimnis und betonte zum wiederholten Mal, er würde jetzt über seine Ziele sprechen wollen: "Herr Wolf, nur den Lugner am Nasenring über den Holzweg zu führen, das geht so nicht." Woraufhin Wolf konterte: "Ich sehe gar keinen Nasenring bei Ihnen".

Was er als Bundespräsident machen würde? "Rot und Schwarz endlich trennen" ohne die "Zwei-Parteien-Diktatur", wie sie Lugner nannte, sofort zu entlassen. Zum Schluss deponierte der Baumeister noch, dass er in dem Interview lieber über die hohe Arbeitslosigkeit, Pensions- und Wirtschaftsprobleme geredet hätte.

Was darf der Bundespräsident?

Dürfte Lugner als Bundespräsident den Nationalrat überhaupt auflösen? Darüber diskutierte Wolf zuerst mit Lugner im Studio und kommentierte dies danach auf Facebook mit folgenden Worten:

WAS DARF DER BUNDESPRÄSIDENT?Richard Lugner war heute also in der ZiB2 - und es war nicht leicht...Unter anderem...

Posted by Armin Wolf on Dienstag, 29. März 2016

Hohn über Lugners Outfit im Netz

Zum Lieblingslästerthema avanciert derzeit Richard Lugners eigenwillig gemustertes Sakko auf Twitter. Hier einige Kommentare der User:

Kommentare


Ich probier's noch einmal
Lugner benahm sich wie immer: eigenartig, ungewöhnlich, sich selbst ünberschätzend.
Wolf benahm sich korrekt. Er stellte einfache Fragen, die Lugner nicht beantworten wollte. Dieser wirkte wie Stronach, nur auf tieferem Niveau.
Ich finde keine Stelle im Interview in der Lugner respektlos behandelt wurde. Was steckt dahinter, Wolf schechtes zu unterstellen?


JustTheTruth melden

Ich respektiere die Leistungen eines Herrn Lugners als Geschäftsmann – Aber seine Kandidatur, die er sich ohnehin mit gratis Kinokarten und gratis Limousinen-Service erschlichen hat, ist einfach nur lächerlich.

christian95 melden

OK; trotzdem hat ihn ein öffentlicher Rundfunk mit mehr Respekt zu behandeln.
Unser tiefroter Staatsfunk, finanziert mnit Zwangsgebühren, verhält sich immer öfters als Außenstelle der SPÖ Zentrale.

Testor melden

Finde ich nicht. Alle Parteien, vielleicht mit Ausnahme der Grünen, wollten immer in den ORF hineinregieren. Wolf gehört zu jenen, die sich immer gegen eine parteipolitische Einflussnahme gewehrt haben. Und so soll es bleiben!

giuseppeverdi melden

Mein Gott lieber Testor in welcher Welt leben Sie, dass Ihnen entgangen ist, dass die Grünen was das "Hineinregieren" in den ORF um keinen Deut besser sind als die anderen Parteien. Sie machen es nur intelligenter sprich dezenter!

Testor melden

Ja, wenn es stimmt (Beispiel für die Grünen?), dann wollen tatsächlich alle Parteien den ORF für ihre Zecke instrumentalisieren, bzw. missbrauchen, denn der ORF gehört nicht den Parteien sondern den Österreichern!

giuseppeverdi melden

Ja aber das Problem ist, dass das die Parteien nicht zu wissen scheinen.

christian95 melden

Tiefer gehts nicht mehr!
Nicht einmal im kommunistischen Ostblock wurden vom Staatsfunk politische Bewerber so niedergemacht.
Aber das kennen wir seit der Bewerbung von Waldheim schon.
Wo Rot drauf steht ist Rot drinnen, das gilt auch für den ORF.

Testor melden

Im Ostblock wurden und werden heute noch Andersdenkende und Kritiker wirklich niedergemacht, z. B. mit Plutonium. Schon vergessen?

RobOtter

Sorry, aber ich habe gar kein Mitleid für Lugner. Sich als Kasperl zu präsentieren, die niveauloseste Sendung auf ATV zu produzieren, den Idioten beim Kaiser zu geben und anschließend ein politisch überkorrektes Interview zu verlangen passt nicht zusammen. da sollt Selbstbild und Fremdbild mal abgeglichen werden.

Rene Wien melden

Der Bundespräsident ist nach Art. 70 Abs 1 B-VG bei der Entlassung der gesamten Bundesregierung oder nur des Bundeskanzlers nicht an einen Vorschlag der Bundesregierung gebunden. Er kann diese also nach freiem Ermessen entlassen. Lediglich zur Entlassung einzelner Mitglieder der Bundesregierung ist ein Vorschlag des Bundeskanzlers nötig. Das meinte der Lugner.. Alzi?..

Rene Wien melden

"entlassen" finde ich eh treffender formuliert als auflösen.. und das Maleur Nationalrat,Bundesregierung,LandNacht,.usw. dazu noch die EU Minister(ien), klar da verwechselt mann schon mal was ;)
Wichtig ist nur "Er kann" :) ( Und NEIN ich wähle bestimmt nicht den Mörtel !! sry.. nicht mal für Geld.. ;) )

Rene Wien melden

Nichts desto trotz.. ein Respektvollerer Umgang ist im Staatsfernsehen wohl auch dem Hrn. Lugner zugestehen..
oder besser.. sollte.. ;)

higgs70
higgs70 melden

Noch respektvoller gehts nicht, wenn man als Interviewer nicht selbst als Kasperl dastehen will.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Aber genau zum Kasperl hat sich der Wolf mit seiner untergriffigen Fragerrei hier gemacht! Er hat seine Fragen auch noch vom Zettel abgelesen, also nicht einmal das kann er ohne Vorlage! Ich wähle den Lugner sicherlich nicht, aber vom Staatsfernsehen erwartet man sich einen respektvollen Umgang mir Interviewpartnern! Dieses Interview war eine Frechheit!

higgs70
higgs70 melden

Also ich konnte nichts Untergriffiges erkennen. Wolf hat Lugner zu dessen eigenen Aussagen befragt, für diese Ausssagen ist Wolf nicht verantwortlich.
Und wer sich wie Lugner oft und gerne selbst zum Clown macht, sei es in diversen TV-Sendungen oder mit PR-Aktionen, usw., was eh sein gutes Recht ist, und sich als Präsidentschaftskanditat auch noch selbst als Kasperl bezeichnet, darf sich dann allerdings nicht darüber aufregen, wenn er nicht ganz ernst genommen wird.

neusiedlersee melden


Das einizig Sinnvolle am Lugner-Interview war, Lugners totale Inkompetenz als Politiker zu erkennen.
Herrn Wolf daran Schuld zu geben oder ihm gar Absicht zu unterstellen Lugner lächerlich zu machen, ist vermessen.
Richard L. überschätzt sich, seine Möglichkeiten und vermutlich auch seine Gesundheit.
Was will er wirklich erreichen? Das wäre interessant zu erfahren.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Also ICH habe keine Inkompetenz beim Lugner feststellen können! Und das Interview war eine Frechheit! An des Lugners Stelle hätte ICH diese Verarschung des ORF abgebrochen! Aber mir ist schon klar, dass Interviews in diesem Stil ihre Bewunderer haben! Armes Österreich!

Testor melden

Hätte Lugner, diese Ansicht wie Strizzi gehabt, hätte er es auch unverblümt gesagt und wäre gegangen. Lugner, hat wie immer den öffentlichen Auftritt genossen und hat sich nicht vorführen lassen. Wolf hat jene Fragen gestellt, die das ORF-Publikum interessieren und das ist doch seine Aufgabe.

neusiedlersee melden


Lieber strizzi!
Lugner kannte nicht die Bestimmungen zur Auflösung des Nationalrates, wusste nicht den Namen des Interviewers und den Namen der 2ten großen Partei i.d. USA, kannte allgemein nicht die Rechte des BP. Er war kaum in der Lage einen zusammenhängenden Satz zu sagen.
Das aus dem Gedächtnis.
Ist das nicht ausreichend an Inkompetenz?
"Bewunderer" des Interviewers bin ich nicht.

günza melden

Der Wolf ist doch sowieso zum vergessen.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Vollkommen auf Ihrer Seite! Es ist eine Frechheit, dass so ein "Kasperl" im von uns finanzierten ORF, Interviews machen darf!

Testor melden

Das Wort "vergessen" passt, aber in einem anderen Zusammenhang. Wolf erinnert Politiker u.a. an ihre Versprechen und notfalls auch an ihre Biographien, wenn einer einen Teil davon vergessen hat oder etwas geschrieben hat, was nicht stimmt.

Ich bin ABSOLUT kein Lugner Fan, doch finde ich ist das meiner Meinung nach vom Partei-Bonzen Sender ORF UND Herrn Wolf KEIN
Umgang mit Präsidentschaftskandidat Lugner. Ganz EGAL ob er als Präsident gewählt wird oder nicht.
EINE Demokratie sind Wir schon lange nicht mehr.!!!
Siehe WIEN=RotGrün, mit Kasperltheater hat er schon RECHT. !!

christian95 melden

Ein Bundespräsidentschaftskandidat der noch dazu seinen Wahlkampf privat finanziert hat sich mehr Respekt verdient!

neusiedlersee melden


Wolf hat Lugner korrekt behandelt und befragt.
Lugner hat sich benommen wie immer, als Kasperl.
Seine Konzentration, sein Gedächtnis und sein Auftreten waren nicht das, was man von einem Politiker oder gar einem BP erwartet. Doch Lugner hat das gar nicht bemerkt. Infolge seines Alters sollte man ihm das nachsehen. Wählen sollte man ihn nicht.
Aber seine Agilität ist bewundernswert.

Rene Wien melden

Agilität? :) Kunststück! :) :) Was den wohl jung hält?
(war nur a G'spass ;)

neusiedlersee melden


Ich weiß nicht, was ihn jung hält. Ich habe eine 95 jährige Tante, die ist noch viel agiler als der Lugner.
Wird wohl in der Veranlagung liegen oder, wie ich durch intensive Beschäftigung mit dem Thema meine herausgefunden zu haben, an einer spartanischen Kindheit, Jugend, schwerer Arbeit, Selbstzucht.
Den Lugner, den kaun kaana daschlogn! BP wird er aber nicht werden.Das bleibt uns erspart



strizzi1949
strizzi1949 melden

@neusiedlersee: für Sie hat der Wolf den Lugner korrekt behandelt!? Wie primitiv ist das denn? Weit sind wir gekommen, wenn diese Verarschung als korrekt angesehen wird! Als "unabhängiger", von den Bürgern unseres Staates finanzierter Sender, behandelt man Interviewpartner nicht so untergriffig, wie das der Wolf gemacht hat!

JustTheTruth melden

Kritische Fragen werden wohl erlaubt sein oder soll jeder Kandidat mit Samthandschuhen angegriffen werden?

Annforever melden

Wie jeder andere Kandidat, hat auch Herr Lugner das Recht auf eine respektvolle Behandlung. Unabhängig ob nun seine Auftritte skurril und manchmal auch sehr nahe an der Peinlichkeit sind. Nur dumme und berechnende Menschen werden das anders sehen. In diesem Fall hat sich der ORF nicht klüger oder kompetenter gezeigt als Herr Lugner

neusiedlersee melden


Könnnen Sie konkretisieren, was an der Behandllung Lugners nicht respetkvoll war. Wolf hat ihn mit seinem Namen begrüßt. L. grüßte auch, nur der Name Wolf fiel ihm nicht ein.
L. regte ein Mehrheitsreg. in Ö. an, wie i.d. USA wo: "einmal die Republikaner, dann die, die ..."
Wolf half: die Demokraten regieren.
Wolf hat ihn doch nicht verspottet.
Bin ich jetzt dumm, weil ich keinen Fehler finde?

neusiedlersee melden


... und zu strizzi:
Ich finde "Verarschung", (norddeutsche Gossensprache!), als unkorrekt. Auch wenn das Ihrer Umgangssprache entsprechen sollte.
Ebenso unkorrekt finde ich die Behauptung, dass W. den L. "untergriffig"(?) behandelt hätte.
Sollte es Ihnen möglich sein, dies näher zu erläutern, evtl. mit einem Beispiel, wäre ich dankbar.


Testor melden

@"Christian95" vulgo Kickl:
Diesen Respektvorteil, wie ihn Lugner durch Selbstfinanzierung hat, können die parteigefesselten Kandidaten natürlich nicht lukrieren. Eine Ausnahme ist Irmgard Griss. sie erwirbt genug Respekt kraft ihrer Persönlichkeit!

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