Karpow und Tschernowa als würdige Sieger:
Entscheidungen fielen in letzter Disziplin

Götzis: Junioren-Weltmeisterin schockt Konkurrenz Sisojej und Pogorelow sichern sich das Olympiaticket

Karpow und Tschernowa als würdige Sieger:
Entscheidungen fielen in letzter Disziplin © Bild: AP/Rothermel

Der Kasache Dimitrij Karpow und überraschend die Russin Tatjana Tschernowa haben die Siege in den beiden Bewerben des 34. Leichtathletik-Hypo-Meetings in Götzis davongetragen. Die Traditionsveranstaltung in Vorarlberg ging heuer ohne ÖLV-Athleten über die Bühne. Auch die Topathleten aus den Vorjahren fehlten.

Karpow im Zehn- und Tschernowa im Siebenkampf erwiesen sich aber als würdige Nachfolger für die abstinenten Seriensieger Roman Sebrle (Tschechien) und Carolina Klüft (Schweden). Beide stellten Jahresweltbestleistungen auf und triumphierten in wahren Herzschlagfinali. So gingen sowohl Karpow, als auch Tschernowa mit nur zwei Punkten Vorsprung in die letzte Disziplin.

1.500-m-Lauf
Im 1.500-m-Lauf hatte es lange so ausgesehen, als würde der Russe Alexej Sisojej den Kasachen Karpow noch von der Spitze des Gesamt-Klassements abfangen. Karpow setzte sich am Ende aber hauchdünn mit 8.504 Punkten vor Sisojej (8.497) und dessen russischen Landsmann Alexander Pogorelow (8.381) durch.

Tschernowa schockte die Konkurrenz im Siebenkampf
Junioren-Weltmeisterin Tschernowa, erst seit zwei Jahren Siebenkämpferin, schockte die etablierte Konkurrenz im Siebenkampf: Die mit 1,89 m groß gewachsene Russin behauptete sich vor knapp 10.000 Fans im Mösle-Stadion mit 6.618 Punkten vor der favorisierten Ukrainerin Ljudmilla Blonska (6.570) und ihrer Landsfrau Anna Bogdanowa (6.452). Das Podest war diesmal für sechs Mehrkämpfer aus der ehemaligen Sowjetunion reserviert.

Tschernowa ist mit ihren 20 Jahren die zweitjüngste Siegerin in Götzis. Mit ihrem Triumph verhinderte die Russin auch den ersten vollen Erfolg für Ljudmila Blonska. Die Ukrainerin hatte sich Hoffnungen auf den Titel gemacht, nachdem sie zuletzt zweimal hinter Klüft Zweite wurde, diese aber heuer nicht antrat.

Sisojej und Pogorelow sichern sich Olympiaticket
Bei den Herren sicherten sich Sisojej und Pogorelow als die zwei bestplatzierten Russen das Olympiaticket. In bestechender Form präsentierten sich im Zehnkampf auch die deutschen Athleten. Sie triumphierten in fünf von zehn Disziplinen. Insgesamt wurden bei den Herren sechs persönliche Rekorde aufgestellt. Der Kubaner Leonel Suarez verbesserte außerdem den Landesrekord.

(apa/red)