Karl-Heinz Grasser von

KHG wehrt sich

Anwalt: Von 2007 bis 2009 über eine Million Euro an den Fiskus abgeführt

Karl-Heinz Grasser - KHG wehrt sich © Bild: APA/Schlager

Der ehemalige ÖVP-Finanzminister Grasser hat in den Jahren 2007 bis 2009 über eine Million Euro an Körperschafts- und Kapitalertragssteuer gezahlt. Das sagt Grasser-Anwalt Michael Rami und widerspricht damit einem Bericht von NEWS, wonach der Ex-Minister nur einige tausend Euro in diesen Jahren an den Fiskus abgeführt habe.

Es sei zwar richtig, dass Grasser in dieser Zeit nur wenig Einkommenssteuer gezahlt habe, aber er habe 672.000 Euro an Körperschaftssteuer für die Value Creation GmbH sowie 395.000 Euro Kapitalertragssteuer als Value Creation-Gesellschafter abgeführt, so Rami.

Ebenfalls falsch dargestellt wird laut Rami in manchen Medien die Höhe der Miete der Wohnung von Grasser in Wien. Diese betrage nicht 20.000 Euro monatlich, wie kolportiert, sondern rund 6.000 Euro - inklusive Steuern und Betriebskosten. Ebenso falsch sei, dass Grasser über diverse Stiftungen ein Vermögen von neun Millionen Euro angehäuft habe. Richtig sei vielmehr eine Summe von einigen zehntausend Euro.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt in der Causa. So wird untersucht, ob bei Grasser in den Jahren 2003 bis 2009 eine Abgabenverkürzung in Höhe von 2 Mio. Euro stattgefunden hat, sagte der Sprecher der Korruptionsstaatsanwaltschaft Martin Ulrich am Donnerstagabend in der ZiB 1.

Medienklagen angekündigt
Rami kündigte eine umfassende Medienklage an: Er sei gerade beim Sichten, wem diese zugestellt werde. Fixe Adressaten wären jedenfalls NEWS sowie die Tageszeitung "Österreich". Es werde Strafanzeige wegen Verletzung des Steuergeheimnisses und des Datenschutzgesetzes geben. Vorgegangen werde auch gegen jene bisher unbekannten Personen, die die Grasser-Steuerakte NEWS zugespielt hatten.

Gegen Grasser läuft seit mehr als einem Jahr ein Finanzstrafverfahren. Er selbst hat stets betont, alles versteuert zu haben, was er in Österreich versteuern musste. Die Finanz hegt "den konkreten Verdacht einer Abgabenhinterziehung bezüglich Umsatzsteuer, Einkommenssteuer und Kapitalertragssteuer", heißt es hingegen in einem Ermittlungsbericht laut NEWS.

Kommentare

wheeler1
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Grasser, was bist du doch für ein ..... ...na, ich schreibs lieber nicht. Ein Kärntner Emporkömmling aus relativ gutem Haus, studiert, geschickt im Umgang mit Leuten und Menschen (später auch Mächten), ein Herzbubi der Omas, Schwiegersohn der Nation (meiner Tochter dürfte der nicht mal bis 10 Meter nahekommen),gut aussehend (wichtig bei Frauen, weil auf Charakter legen diese heute eh keinen Wert),finanziell auf eigenen Beinchen, dürr (fast vor der Bulimie), Muskeln kennt er nur aus der "NEWS",arrogant zu denen die unter ihm dienen und zu denen, wo er glaubt, dass sie unter ihm stehen (gesellschaftlich), frech zu Journalisten, trotzallem aber mit der bäuerlichen Schläue ausgestattet, die ihm erlaubt, bei geistig nicht so hoch stehenden Menschen zu punkten.Und: Frauenversteher... Fiona Pacifico hat er sich einverleibt...

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Re: Grasser, was bist du doch für ein ..... ...war aber nicht so besonders schwer, denn sie hatte ja mit Herrn Haffa, Herrn Briatore und mit vielen anderen Männern ja kein Glück, die arme. Und jetzt kam Grasser, verlobt mit einer Argentinischen Schönheit, die im Finanzministerium arbeitete und die sich in ihn verliebte. Grosser - fataler - Fehler. Ebendiese fuhr mit dem geborgten Porsche Cayenne eines "Onkels" von KHG mit 90 kmh in einen Baum, als sie erfuhr, dass Grasser in Paris (am Airport),die Fiona am Schoss sitzen hatte.Trauriges Mädel. Dann kam die Welt der Fiona (NEWS hatte da so eine Spalte "Fionas Welt", die war aber eh nur für 5% der Leser)und da musste der "Schönling" (Dr.Worseks arbeit??), schon was hermachen. Geld,Geld Geld war da gefragt..und KHG musste verdienen um gut dazustehen.Darum bediente er sich am vollen Topf

stabilis melden

Was sind wir für eine Bananenrepublik? Ganz ehrlich - wie kommt ein Steuerakt zu NEWS und den anderen Medien? Was ist denn das für ein korruptes und illegales Vorgehen?

Grasser hin oder her - aber ich finde diese laufende Indiskretion die - so kommt es einem langsam vor - politisch gesteuert sein dürfte, ist absolut indiskutabel.

Woher bekommen Medien diese Akten? Entweder von korrrupten Beamten oder entsprechenden Politikern! Das ist langsam echt wie in einer Bananenrepublik! Es wird Zeit das die Behöreden hier gegen sich selbst anfangen zu ermitteln.

Ob Grasser schuldig ist oder nicht ist Sache der Gerichte, jedoch sicher nicht der Medien. Bedenklich dieses Land, dieses Vorgehen!

wheeler1
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Re: Was sind wir für eine Bananenrepublik? Stabilis, ich erklär ihnen das mal: Es gibt Leute, die stehen in der ersten Reihe. Immer und überall. Sie sollten für Volk und Vaterland (ja so stehts geschrieben, darauf leisten sie den Eid) eintreten und es gebührend verwalten. Und dann gibt es Leute, die stehen in der 250. Reihe. Auf die sieht kein Mensch. Wenn sich so einer, der in der ersten Reihe steht und noch dazu so ein arroganter Pinsel ist wie der Grasser, etwas zu schulden kommen lässt, oder nur den Anschein erweckt inkorrekt zu sein, dann gebührt ihn freilich Schimpf und Schande. So etwas hat sich unser Österreich (unser Vaterland) nicht verdient. Nein danke.Die Medien haben die Aufgabe, diese Unkorrektheiten an die Öffentlichkeit zu bringen, damit unsere - sonst schlafende - Bevölkerung genötigt sieht AUFZUWACHEN....Alles ok?

stumpfsinnige Berichterstattung In der ZiB bezeichnet er die Veröffentlichung seiner Steuerdaten als "stumpfsinnig". Die jetzt vorgebrachte Kest-Zahlung von 395.000 Euro deckt bei weitem nicht jene Beträge ab, die hier kolportiert wurden. Offensichtlich ist die Finanz anderer Ansicht wie G. Sie wusste ja schon bei der Einleitung des Finanzstrafverfahrens von der Value-Creation GmbH. Es erinnert mich an die Steuerdiskussion um die Spende der Industriellenvereinigung (270.000 Euro) an den Verein, der G´s Homepage bastelte. Damals hat er es geschafft, dass k e i n e Steuer anfiel. Aber damals war er noch Minister. Jetzt hat er keine Lobby mehr in der Verwaltung. Jetzt wird die Frage über die normalen Rechtszüge entschieden und nicht wie damals durch Gefälligkeitsgutachten.

Haltet den Dieb So schreit jemand der gerade selbst in Verdacht steht. Nicht anders sind die angekündigten Klagen gegen die Medien zu verstehen. Und je enger die Schlinge wird, umso mehr werden die Anwälte alle unmöglichen und möglichen Rundumschläge ausführen um den finalen Zugriff zu verzögern. Ein Gutes hat aber die ganze Geschichte: der einfache Bürger, sollte er selbst mal unter einem ähnlichen Verdacht stehen kann darauf vertrauen in der gleichen Art wie KHG behandelt zu werden und nicht gleich am nächsten Tag den Kuckuckpicker vor der Tür zu haben oder gar ins Gefängnis zu kommen (wegen Verdunkelungsgefahr oder sonstigem), schließlich läuft KHG auch von Party zu Party.

G wehrt sich! Das war zu erwarten. Das ist ja seine Achillesferse. Unerhört der Öffentlichkeit die Steuerdaten von G zu präsentieren! Dass immer die am lautesten nach dem Rechtsstaat und Schutz der Privatsphäre schreien, die ihn vorher mit Füßen getreten haben. Nach wie vor finde ich es richtig, dass dieser Sumpf lückenlos aufgedeckt wird, sonst macht das "Schule", Steuergeheimnis hin oder her. Er hat ja auch alles in Bewegung gesetzt, damit die Behörden nicht an die Daten in der Schweiz und in Liechtenstein herankommen. Wenn einer wegen Steuerhinterziehung bestraft wird, ist das Verfahren sowieso öffentlich. Da gibt es vielleicht eine TV-Übertragung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Richter in einem Steuerverfahren einem Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit Folge leistet.

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