Kapitän mit Führerhaus in Donau gestürzt: Kroate stirbt nach einstündigem Todeskampf

Taucher bergen unter Wasser eingesperrten Mann Schiffsführer am Weg ins Krankenhaus verstorben

Ein 48-jähriger kroatischer Schiffsführer ist mitsamt dem Führerhaus von einem Frachtschiff im Linzer Hafen in die Donau gestürzt. In vier Metern Tiefe war er rund eine Stunde unter Wasser eingesperrt, bevor er von der Feuerwehr befreit werden konnte. Der Mann konnte noch reanimiert werden, verstarb aber jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus

Der vier Tonnen schwere Steuerstand des Schiffes "Herzog Tassilo" kann per Hydraulik rund 13 Meter in die Höhe gefahren werden. Genau das wollte der Kroate laut Polizei ausprobieren, da das Gerät schon des öfteren Probleme gemacht hatte. Als er die Stange ganz ausgefahren hatte, brach diese jedoch ab, woraufhin der Steuerstand mitsamt dem Schiffsführer in die Donau stürzte. Passanten alarmierten sofort die Einsatzkräfte.

Drei Taucher der Feuerwehr suchten nach dem Verunglückten, berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Andreas Ilk. Da das Führerhaus aber mit der Fahrertür im schlammigen Boden des Hafenbeckens feststeckte, konnte der Mann nicht sofort befreit werden. Als die Taucher bei ihm ankamen, war er sogar noch bei Bewusstsein. Unter Wasser hatte sich eine Luftblase gebildet, die ein sofortiges Ertrinken des 48-Jährigen verhinderte.

Dem Eingesperrten gelang es sogar noch, ein Schiebefenster des Führerhauses zu öffnen, durch das ihn die Einsatzkräfte befreien konnten. Nach seiner Bergung verlor er das Bewusstsein, wurde reanimiert und ins Allgemeine Krankenhaus nach Linz eingeliefert. Der Mann verstarb aber bereits auf dem Weg ins Spital. Das Schiff wurde bereits sichergestellt, Experten werden den genauen Unfallhergang überprüfen, so Einsatzleiter Ilk.

(apa/red)