KAPITÄN AM ABSTELLGLEIS

Tino Teller über den "Fall Andreas Ivanschitz" Plus: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

KAPITÄN AM ABSTELLGLEIS © Bild: NEWS/ Ricardo Hergott

Darf ein österreichischer Teamchef auf den aktuellen Topscorer der deutschen Bundesliga überhaupt verzichten? Und wenn ja, muss er dafür eine Begründung abliefern? Didi Constantini mag man vieles nachsagen, aber dass der Tiroler, der der Nationalmannschaft innerhalb weniger Monaten eine „Frischzellenkur“ verpasst und damit neues Leben eingehaucht hat, aus reiner Antipathie Andreas Ivanschitz eliminiert hat, ist eine Unterstellung. Allerdings: Dass der ehemalige Kapitän nicht mehr in den „neuen Anzug“, sprich: nicht ins taktische Konzept der Nationalmannschaft passt, hätte Constantini besser gleich bei der Kaderbekanntgabe verlautet. Dann hätte man sich wechselseitige „Lügenvorwürfe“ oder absurde Verschwörungstheorien hinterher ersparen können. Es gibt wahrscheinlich Dutzende verdiente Bundesligaspieler, die trotz konstanter Leistungen nie zu Team-Ehren gekommen sind – zum Beispiel Rieds „Evergreen“ Herwig Drechsel. Letztlich wird die jeweilige sportliche Leitung der Nationalmannschaft am Erfolg gemessen. Das war nicht immer so. Persönliche Befindlichkeiten von Trainern, Spielern oder deren „Beratern“ dürfen keine Rolle mehr spielen. Wenn Constantini dieser Philosophie zum Durchbruch verhilft, hat er gewonnen.

Kommentare

hansi4u melden

Die Chance sich weiterzuentwickeln Die Ursache liegt in meinen Augen bei Hans Krankl. Ich liebe Hans Krankl, aber bei der Entscheidung Ivanschitz hat er zu früh einen unausgereiften Spieler zu große Ehren zukommen lassen.

Ein Christiano Ronaldo, oder ein Wayne Rooney sind mit dieser frühen Starrolle fertig geworden, aber Ivanschitz hätte sicher noch Zeit gebraucht.

Ich freue mich für den Andi, dass er jetzt in Deutschland sehr gute Leistungen bringt und ich hoffe dass er diese halten kann. Jetzt muss er einmal auf längere Zeit beweisen diese halten zu können. Und wenn er es schafft wird er sich auch schnell im Team wiederfinden.

Jetzt muss er einmal mit der Rolle fertig werden, doch noch nicht dieser Superstar zu sein, zu dem er von Hansi und Hicke gemacht wurde. Ich denke gerade diese Erfahrung bringt ihn jetzt weiter.

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Re: Die Chance sich weiterzuentwickeln Du hast völlig Recht. Außerdem ist Constantini der Teamchef - und er stellt auf. Vielleicht passt er wirklich nicht ins Team. Er ist ein möglicher Unruheherd, denn er war ja schon einmal Kapitän. Constantini will die derzeit gute Stimmung im Team dadurch sicherlich nicht gefärden. Es reicht ja schon, wenn so sinnlose Kommentare aus Wien bzw. dem ORF kommen. Ivanschitz hat sicherlich eine Lobby in Wien und die soll sich bei solchen Entscheidungen heraushalten.

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