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Kapfenberg verlor 0:3
und im Titelkampf an Boden

Wr. Neustadt schockte "Falken" bei höchster Saisonniederlage

Kapfenberg hat im Aufstiegskampf der Fußball-Erste-Liga einen Dämpfer erlitten. Am Freitag schlitterten die "Falken" in der 19. Runde beim 0:3 (0:1) gegen Wr. Neustadt in ihre höchste Saisonniederlage und konnten damit keinen Boden auf Tabellenführer Lustenau gutmachen. Der hatte im Schlager gegen den LASK (20.30 Uhr) sogar die Chance, den Vorsprung auf Kapfenberg auf bis zu 9 Punkte auszubauen.

Hinter Lustenau (36 Zähler) liegt das nicht aufstiegsberechtigte Liefering nach einem 1:1 (0:1) gegen Horn punktegleich mit dem LASK (34) vorläufig auf Platz zwei. Wr. Neustadt setzte seinen positiven Trend fort und rückte den viertplatzierten Kapfenbergern (30) bis auf drei Punkte nahe. Wacker Innsbruck verwandelte zuhause gegen den FAC in den letzten drei Minuten ein 0:1 noch in einen 2:1-Erfolg.

Kapfenberg startete im Franz-Fekete-Stadion programmgemäß dominant und war auch die gefährlichere Mannschaft. Doch Wr. Neustadt fand nach überstandener Anfangsphase immer besser in ein temporeiches Spiel und ging sogar in Führung: Nach einem kraftvollen Solo in Richtung Mitte ließ Bernd Gschweidl Goalie Christoph Nicht von der Strafraumgrenze keine Chance (36.).

Kurz nach der Pause legte Gschweidl mit seinem sechsten Saisontor nach (48.), der zweite Goalgetter der "Falken", Stephan Rakowitz, sorgte mit einem direkt verwerteten Eckball nach 54 Minuten dank Saisontreffer Nummer sieben für die Vorentscheidung. Die Niederösterreicher halten in den jüngsten acht Partien bei nur einer Niederlage und holten in diesem Zeitraum 15 Punkte.

In Innsbruck enttäuschte Wacker gegen den FAC über weite Strecken und geriet noch vor der Pause durch einen herrlichen Volley von Flavio dos Santos aus gut 18 Metern (31.) in Rückstand. Nach der Pause hatte Wacker zwar mehr vom Spiel, aber kaum Ausgleichschancen. Die beste ließ Thomas Pichlmann vom Elferpunkt vorerst ungenutzt, FAC-Goalie Martin Fraisl blieb Sieger (79.).

Ein glücklicher Kraftakt brachte den Hausherren im Finish aber noch einen kuriosen Sieg: Erst machte Pichlmann mit seinem vierten Saisontor seinen Schnitzer gut (89.), dann besiegelte Patrik Eler neuerlich vom Elfmeter die Niederlage der Gäste, die damit schon neun Spiele en suite sieglos sind und nur noch einen Punkt vor den Abstiegsrängen bzw. Horn liegen.

Die Niederösterreicher erarbeiteten sich bei Liefering ein 1:1 (1:0). Nils Zatl (33.) brachte Horn noch vor der Pause aus einem Konter in Führung, Mergim Berisha sorgte bald nach Wiederbeginn für den verdienten Ausgleich (53.). Ebenfalls mit einem Unentschieden, allerdings ohne Tore endete das Duell zwischen Schlusslicht-Blau-Weiß Linz und Wattens. Die Oberösterreicher, die vor der Pause drei Topchancen vergaben, blieben immerhin auch im siebenten Spiel unter Klaus Schmidt ungeschlagen und hielten den Ein-Punkt-Rückstand auf Horn konstant.

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