Kapfenberg - Rapid von

Oberste Priorität Europa League

Trainer Peter Schöttel will Sieg, "um alle Eventualitäten" ausschließen zu können

Kapfenberg - Rapid - Oberste Priorität Europa League © Bild: GEPA/Oberländer

Rapid kämpft heute in der vorletzten Bundesliga-Runde um die endgültige Fixierung des Europacup-Tickets. Mit einem Auswärtssieg gegen Fixabsteiger Kapfenberger SV wäre den Hütteldorfern ein Platz in der Europa-League-Qualifikation nicht mehr zu nehmen.

Das Erreichen dieses Saisonziels hat für Trainer Peter Schöttel oberste Priorität, an die theoretische Chance auf den Meistertitel wird kein Gedanke mehr verschwendet. "Wir wollen in Kapfenberg gewinnen, um alle Eventualitäten bezüglich des internationalen Startplatzes auszuschließen", erklärte der 45-Jährige.

Ein Blick auf die Statistik lässt jedoch eine enge Partie erwarten. In den vergangenen vier Partien in Kapfenberg reichte es für Rapid nur jeweils zu einem Unentschieden, zudem ließen die "Falken" in ihren jüngsten beiden Auftritten vor eigenem Publikum keinen Gegentreffer zu. "Die Steirer sind ein sehr untypischer Absteiger. Sie haben im Frühjahr mehrmals bewiesen, dass sie sehr spielstark sind, und sie wollen sich sicher mit einer guten Leistung und drei Punkten von ihren Fans im vorerst letzten Match in der höchsten Spielklasse verabschieden", vermutete Schöttel, dessen Club gegen Kapfenberg im Oberhaus zuletzt am 9. September 1956 (3:4) verlor.

Auswärtsstarke Rapidler
Die Rapidler reisen mit der Referenz von zuletzt vier Auswärtsspielen in Folge ohne Niederlage an. Beim 1:0 in Mattersburg am Donnerstag konnten sie aber nicht wirklich überzeugen, wie auch Schöttel zugab. "Wir müssen in Kapfenberg sicher aktiver auftreten als in der zweiten Hälfte gegen die Mattersburger."

Den verkrampften Auftritt gegen den SVM führte der Coach auf die noch ausständige Europacup-Qualifikation zurück. "Man merkt uns an, dass wir verpflichtet sind, in der nächsten Saison international zu spielen."

Kapfenberg will Highlight für Fans
Gänzlich ohne Druck dürfen die Kapfenberger antreten, schließlich können sie den Abstieg seit dem 0:2 am Donnerstag in Salzburg auch theoretisch nicht mehr verhindern. "Das monatelange Leiden hat jetzt ein Ende. Gegen Rapid gibt es noch ein abschließendes Highlight für unsere Fans", meinte Vereinschef Erwin Fuchs.

Trainer Thomas von Heesen versprach den Anhängern noch einmal eine große Show. "Rapid muss gewinnen, wir wollen gegen eine große Mannschaft ein gutes Spiel machen. Wir möchten aggressiv spielen und alles dafür tun, um ein gutes Ergebnis zu erzielen", sagte der Deutsche, der bereits bis Mittwoch 80 Prozent seines Kaders für die kommende Saison in der Erste Liga beisammen haben will.

Kapfenberger SV - SK Rapid Wien
(Franz-Fekete-Stadion, 16.00 Uhr, Drachta)

Kapfenberg: R. Wolf - Pitter, Gerson, Hanek, Harrer - Erkinger,
Grgic, Sencar, Babangida - Elsneg, Nathan Junior
Ersatz: Kostner - Spirk, Sahanek, Kuljic, Gollner, Lovin, Otter
Es fehlen: Prettenthaler, Welnicki, Felfernig (alle verletzt)
Fraglich: Lovin (Rippenprellung)

Rapid: Königshofer - Thonhofer, Sonnleitner, Pichler/Soma, Katzer - Drazan, Heikkinen/Kulovits, Prager, Hofmann - G. Burgstaller, Alar
Ersatz: Novota - Patocka, Schimpelsberger, Schrammel, Grozurek, Trimmel, Gartler, Nuhiu
Es fehlt: Prokopic (Knieverletzung)
Fraglich: Pichler (Schienbeinprellung), Heikkinen (Rissquetschwunde an der Hand)