Kapfenberg - Innsbruck von

Kapfenberg verliert wieder

Obersteirer seit zehn Runden ohne Sieg. Nur 1.650 Zuschauer wollen das sehen.

Kapfenberg - Innsbruck - Kapfenberg verliert wieder © Bild: GEPA/Oberländer

Der Kapfenberger SV geht als abgeschlagener Tabellenletzter in die Winterpause der Fußball-Bundesliga. Die Steirer verloren im Franz-Fekete-Stadion gegen den FC Wacker Innsbruck mit 0:1 (0:0) und liegen damit nach 19 Runden weiter sieben Punkte hinter dem Vorletzten SV Mattersburg zurück. Für die siebentplatzierten Tiroler dürfte das Abstiegsthema mit 14 Punkten Vorsprung auf das Tabellenende endgültig abgehakt sein, sie können sich jetzt im Frühjahr nach vorne orientieren.

Der kurz zuvor eingewechselte Julius Perstaller sorgte in der 66. Minute vor 1.650 Zuschauern für den spielentscheidenden Treffer. Die Innsbrucker sind damit schon drei Partien ungeschlagen und haben dabei sieben Punkte geholt. Der KSV wartet hingegen nun schon seit zehn Spielen auf einen vollen Erfolg und unter Chefcoach Thomas von Heesen auch nach dem dritten Spiel noch immer auf seinen ersten Torerfolg.

Bei schwierigen Bodenverhältnissen und ganz leichtem Schneefall wurden den wenigen Zuschauern vor dem Seitenwechsel wenig herzerwärmendes geboten. Beide Teams vermochten es kaum, Akzente zu setzen. Nach einem Patzer von Safar traf Elsneg aus spitzem Winkel nur das Außennetz, kurz vor der Pause konnte sich der Innsbruck-Goalie dann aber bei einem Kopfball von Pavlov, der sein Comeback gab, mit einer Glanzparade auszeichnen (44.). Einzige Ausbeute der ebenfalls harmlosen Gäste war eine Chance von Burgic, der aber an Wolf scheiterte und den zweiten Versuch kläglich neben das Tor setzte (23.).

Innsbruck wird gefährlicher
Nach der Pause änderte sich wenig am Spielgeschehen, mit dem Unterschied das die Truppe von Chefcoach Walter Kogler doch deutlich gefährlicher wurde. Wolf hatte mit einem Merino-Linksschuss seine Mühe (53.). Kogler hatte in der Folge mit der Einwechslung von Perstaller ein goldenes Händchen. Der Offensivspieler sorgte schon sechs Minuten später für die Entscheidung. Nach einem Dakovic-Kopfball nahm sich der "Joker" den Ball schön herunter und traf unhaltbar für Wolf ins lange Eck (66.). Bereits zuvor hatte Perstaller mit einem Volleyschuss, den Wolf mit einer Fußabwehr zu Nichte machte, für Gefahr gesorgt (65.).

Für die tapfer kämpfenden Steirer wäre ein Punktgewinn noch möglich gewesen, ein Elsneg-Schuss ging aber knapp am langen Eck vorbei (76.). In der Schlussphase sah Tieber (87.) nach einem Foul an Perstaller noch eine harte Rote Karte. Der KSV verlor damit auch das dritte direkte Saisonduell mit den Tirolern, die ihre bisherigen zwei Auswärtssiege gegen die Steirer gefeiert haben.

Reaktionen zum Spiel
Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): "Die Niederlage ist unverdient, wir hätten in der ersten Hälfte klar in Führung gehen müssen. Es war wieder das Problem, dass wir durch eine Standardsituation in Rückstand geraten sind. Nach dem Tor haben wir 15 Minuten den Faden verloren, durch die Einwechslungen und die offensivere Spielweise sind wir noch zu Chancen gekommen, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Die Mannschaft ist für das, was sie sich erarbeitet hat, nicht belohnt worden."

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war kein glücklicher Sieg. Wir haben das Tor geschossen, als wir das Spiel bestimmt haben. Es war ein enges Match, in dem wir die abgeklärtere Mannschaft waren."

Julius Perstaller (Wacker-Innsbruck-Torschütze): "Das Spiel war richtungsweisend für uns. Jetzt können wir wieder nach vorne schauen und im Frühjahr voll angreifen. Ich habe es in der letzten Zeit nicht so leicht gehabt. Gott sei Dank habe ich das Tor gemacht, ich hoffe, damit wieder näher an die Stammformation herangerückt zu sein."