Kapfenberg - Admira von

Torlos in Kapfenberg

Keine Tore sieht man beim Gastspiel des Tabellenführers in der Steiermark

Kapfenberg - Admira - Torlos in Kapfenberg © Bild: GEPA/Riedler

Tabellenführer Admira ist im Auftaktspiel der elften Bundesliga-Runde beim Tabellenletzten Kapfenberg nicht über ein torloses Remis hinausgekommen.

Die Admira verbuchte trotz der vor allem in der ersten Hälfte ausgesprochen matten Leistung vor 3.000 Zuschauern im Franz-Fekete-Stadion einen neuen Club-Rekord im Oberhaus, blieb sie doch im zehnten Liga-Spiel en suite ungeschlagen. Kapfenberg verbesserte sich mit dem verdienten Punktgewinn zumindest bis Sonntagnachmittag, an dem Nachzügler Mattersburg Meister Sturm empfängt, auf den vorletzten Platz.

Kapfenberg startete gut, hatte bereits in der dritten Minute die Möglichkeit auf die Führung, die aber Sand und Scharifi ausließen. Die Admira hatte ihre beste Szene vor der Pause durch einen Schwab-Weitschuss, der knapp am Tor vorbeizischte (21.). Ansonsten gab es kaum gefährliche Szenen in Hälfte eins.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie zunächst dahin, nahm erst nach 20 Minuten wieder Fahrt auf - mit klaren Vorteilen für die Admira: Rene Schicker scheitere zunächst aus kurzer Distanz an Kapfenberg-Schlussmann Raphael Wolf (66.), und ein Kopfball des eingewechselten Emin Sulimani verfehlte sein Ziel (74.).

Auf der Gegenseite hatte Prokoph das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber knapp daneben (79.), wenig später verfehlte er ebenso wie Ordos einen Micic-Stanglpass um Sekundenbruchteile. Im Finish war dann wieder die Admira am Drücker, doch Hosiner scheiterte an Wolf (84.). In der Nachspielzeit flog ein Jezek-Weitschuss aus rund 20 Metern um wenige Zentimeter am langen Eck vorbei (91.).

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Mannschaft hat heute alles gegeben und sich gegen den Tabellenführer spielerisch auf gleicher Ebene bewegt. Die Spieler haben ein Zeichen gesetzt, dass sie vom letzten Tabellenplatz wegkommen wollen und bewiesen, dass sie zu Hause gegen jeden Gegner bestehen können. Die Mannschaft hat gute Aktionen gezeigt, im Abschluss hat noch die Präzision gefehlt. Die Admira kann mit dem Punkt hochzufrieden sein, uns wurden zwei Elfmeter vorenthalten."

Danijel Micic (Kapfenberg-Mittelfeldspieler): "Wir haben gegen den Tabellenführer sehr gut gespielt, wichtig war, dass wir zu null gespielt haben. Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt. Wir haben uns in der ersten Hälfte vorgenommen, Druck zu machen, über die Seiten zu kommen und zu pressen, das ist uns gut gelungen, in der zweiten Hälfte dann aber nicht mehr so. Wir können auf dieses Spiel aufbauen, müssen die positiven Dinge herausnehmen und werden hoffentlich (in der nächsten Runde) drei Punkte gegen Wiener Neustadt machen."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Es waren Chancen da - hüben wie drüben. Das Spiel hätte sich Tore verdient, es war auf jeden Fall keine 0:0-Partie. Wir können aber genauso wie Kapfenberg mit dem Punkt leben. Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen, einfach nicht den Fußball gespielt, den wir spielen können. Man weiß genau, dass man hier in Kapfenberg um jeden Zentimeter kämpfen muss, das haben wir vor dem Spiel besprochen, aber nicht umgesetzt. Daher bin ich mit der heutigen Leistung nicht zufrieden. Man darf sich aber auch nicht erwarten, dass wir jede Woche wie Barcelona spielen."

Philipp Hosiner (Admira-Stürmer): "Wir haben heute ein sehr schwieriges Spiel gehabt. Wir sind in der ersten Hälfte nicht so ins Spiel gekommen. In der zweiten Hälfte haben wir besser in die Partie gefunden und klare Torchancen vorgefunden, sie aber leider nicht gemacht. Im Großen und Ganzen können wir mit dem Punkt aber gut leben."

Kapfenberger SV - FC Trenkwalder Admira 0:0.
Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion, 3.000 Zuschauer, SR Oliver Drachta.

R. Wolf - Scharifi, Taboga, Schönberger, Harrer - Erkinger, Micic, Sencar, Elsneg (78. Hüttenbrenner) - Ordos (88. M. Gregoritsch) - Sand (33. Prokoph)

Tischler - Plassnegger, Windbichler, Dibon, Schrott (73. Palla) - R. Schicker (69. E. Sulimani), Schachner, Schwab, Jezek - B. Sulimani - Hosiner (86. Toth)

Gelbe Karten: Taboga, Sencar, Micic bzw. Schwab, Dibon, Toth, B. Sulimani