Kann man Jagdverhalten abtrainieren? Praktische Tipps für geplagte Hundebesitzer

Grundlegend: Den eigenen Hund richtig gut kennen Mit intensivem Training Jagdleidenschaft kontrollieren

Kann man Jagdverhalten abtrainieren? Praktische Tipps für geplagte Hundebesitzer

Wie gut man seinen Hund einschätzen kann, und ob man in der Lage ist ihn jeder Zeit schnell und erfolgreich auf sich aufmerksam zu machen, ist durch einen einfachen Test schnell herausgefunden. So überprüft man zuverlässiges Abrufen zunächst ohne und dann mit steigender Ablenkung (Bsp. Futterverleitungen, andere Hunde, geworfenen Bälle, andere Spielzeuge, etc.)

Wer nicht in der Lage ist, seinen Hund in reizarmer Umgebung (ohne Ablenkung) abzurufen, der braucht sich über einen flüchtenden Hasen erst gar keine Gedanken zu machen!
Es ist wichtig, dass Hunde lernen sich an ihren Haltern zu orientieren, denn nur dann ist es möglich einen Hund auch in kritischeren Situationen zu kontrollieren.

Jagdleidenschaft

Jagdverhalten lässt sich nicht einfach ausradieren, man kann nur durch intensives Training versuchen es unter Kontrolle zu bringen.

Der Hundehalter eines „jagenden“ Hundes muss daher lernen das unerwünschte Jagdverhalten seines Vierbeiners umzulenken. Das ist schwierig und verlangt viel Arbeit mit dem Hund.
Wer nicht möchte, dass sein Hund das Jagen regelrecht erlernt, sollte von Welpenalter an, an einer engen Bindung zu seinem Hund arbeiten, damit sich dieser nicht zu stark verselbständigt. Ziel sollte sein, dass sich der Hund auch im Freilauf niemals zu weit von seinem Halter entfernt, und sich an diesem immer orientiert.
Um das zuverlässig zu erreichen, empfiehlt es sich von klein auf konsequent zu trainieren.

Alternativen bieten

Einen jagdlich passionierten Hund sinnvoll zu beschäftigen, ist ganz besonders wichtig. Ein Hund der geistig und körperlich ausgelastet ist, lässt sich weniger leicht ablenken und neigt weniger dazu, sich Wildspuren zu widmen.
Hier empfiehlt sich zum Beispiel das Longiertraining. Durch das Longieren lernt der Hund, seinen Innenfokus deutlich zu verstärken, seinen Besitzer also aufmerksamer zu beobachten. Das ist sehr wichtig, wenn der Hund stark empfänglich für Reize aller Art ist.
Eine weitere Möglichkeit ist vernünftige Nasenarbeit die den Hund geistig und körperlich fordert. Dafür bieten sich beispielsweise Mantrailing oder ZOS (Zielobjektsuche) an.

Es heißt also für den Menschen in erster Linie seinem Hund einen „Jagdersatz“ zu bieten und entsprechendes Training einzusetzen.