Kandidaten-Listen können nicht mehr korrigiert werden: Gastinger am Wahlzettel!

Bleibt Listenerste in Steiermark, Listenvierte im Bund Gastinger könnte als freie Mandatarin in NR einziehen

Keine Auswirkungen hat der Parteiaustritt von Justizministerin Karin Gastinger auf die Kandidatenlisten des BZÖ. Die vor einigen Wochen von den Parteien eingebrachten Wahlvorschläge sind "unverrückbar", erklärte der Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, Robert Stein, gegenüber der APA. Schließlich seien die Stimmzettel bereits gedruckt - und möglicherweise hat Gastinger auch schon die eine oder andere Vorzugsstimme bekommen. Die einzige Möglichkeit ist, dass Gastinger ein eventuelles Mandat nach der Wahl nicht annimmt.

Per Wahlkarte aus dem Ausland kann seit gut zehn Tagen - seit die Wahlkarten zugestellt sind - bereits gewählt werden. Es ist also nicht auszuschließen, dass Gastinger als steirische BZÖ-Kandidatin bereits Vorzugsstimmen bekommen hat.

Dass Gastinger - die Listenerste in der Steiermark - das Landesmandat bekommt, ist unwahrscheinlich - dafür müsste das BZÖ ein Direktmandat in einem steirischen Wahlkreis oder vier Prozent österreichweit schaffen. Aber Gastinger steht auch auf Platz 4 der Bundesliste. Und dieses Mandat könnte sie bekommen, wenn das BZÖ über ein Kärntner Grundmandat in den Nationalrat einzieht.

Sollte das der Fall sein, würde das Mandat nur frei, wenn Gastinger darauf verzichtet. Theoretisch könnte sie auch als freie Abgeordnete im Nationalrat bleiben - denn das Mandat steht ihr persönlich und nicht ihrer (Ex-)Partei zu. (apa)