Kanada lehnt globale Bankensteuer ab:
"Bessere Regulierung nötig" als G-20-Pläne

"Wir werden es aber nicht in Kanada zulassen" Reformen sollen neues Banken-Desaster verhindern

Kanada lehnt globale Bankensteuer ab:
"Bessere Regulierung nötig" als G-20-Pläne © Bild: Reuters

Kanada sperrt sich Kreisen zufolge gegen Pläne zur Schaffung einer globalen Bankensteuer, mit denen die Institute an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden sollen. "Wir haben nichts dagegen, wenn einige Länder Steuern oder Abgaben erheben. Wir werden es aber nicht in Kanada zulassen", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

"Unsere Position ist klar: Wir brauchen eine bessere Regulierung und keine neuen Steuern, um eine Wiederholung der globalen Finanzkrise zu verhindern." Großbritanniens Premierminister Brown hatte vor kurzem gesagt, er gehe davon aus, dass die G-20 sich in diesem Jahr auf eine bestimmte Art von Bankenabgabe verständigen würden.

Dafür gebe es innerhalb der Gruppe keinen Konsens, widersprach der kanadische Regierungsvertreter. Damit dürften die Sorgen vor einer uneinheitlichen Reaktion der Staatengemeinschaft auf die Bankenkrise wachsen. So hatte IWF-Chef Strauss-Kahn die USA und Europa zu einer engeren Abstimmung bei der Finanzmarktreform ermahnt und eine bislang mangelnde Koordination beklagt.

Schutz der Banken durch Regierungen
Im Zuge der Finanzkrise haben viele Regierungen ins Wanken geratene Großbanken mit Milliarden von Steuergeldern gestützt. Umfangreiche Reformen sollen eine Wiederholung des Desasters verhindern. Dafür liegen eine Reihe von Vorschlägen auf dem Tisch, unter anderem eine zusätzliche Besteuerung von Geldhäusern. Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Handelsnationen wollen darüber auf ihrem Gipfel im Juni beraten.

(apa/red)