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Natascha Kampusch: Nur in ganz wenigen Momenten "richtig frei"

28-Jährige versucht normales Leben aufzubauen. Wie es ihr geht und was sie vor hat.

Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht © Bild: ORF

Zehn Jahre nach der Flucht aus der Gefangenschaft ihres Entführers Wolfgang Priklopil versucht Natascha Kampusch, ein normales Leben aufzubauen. Sie nimmt Gesangsunterricht, Reitstunden, macht die Matura nach und engagiert sich für Flüchtlinge. Dennoch "so richtig frei" habe sie sich bisher "vielleicht nur in ganz wenigen Momenten" gefühlt, sagte sie in einem Interview mit der ORF-Sendung "Thema".

Natürlich wird das Leben von Kampusch immer wieder von ihrer Vergangenheit überschattet - auch durch die vielen medial verbreiteten Gerüchte rund um ihren Fall. "Die Menschen dachten, dass ich ein Kind bekommen hätte und es umgebracht hätte. Dann kamen so alte Damen auf mich zu und haben mich einfach versucht zu schlagen oder mich als Lügnerin oder Luder oder Schlampe bezichtigt. Oft waren das so Situationen, wo ich mir dachte: 'Um Gottes Willen, wo bin ich da hineingeraten?'"

Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht
© ORF Natascha Kampusch mit Christoph Feurstein

Verschwörungstheorien

Die verschiedenen Verschwörungstheorien führten schließlich sogar dazu, dass sie zu ihrem Vater - der medial immer wieder die "Ein-Täter-Theorie" bezweifelte - auf Distanz ging. "Teilweise gab es so Aktionen seitens meines Vaters, die ich einfach nicht einordnen konnte. Und da war es mir einfach wichtig, mich ein wenig zu distanzieren. Einiges war sogar unverzeihlich", meinte die 28-Jährige in dem ORF-Interview. Heute hat sie sich aber mit ihm ausgesöhnt. Zweifel, dass Priklopil doch nicht der alleinige Täter war, lässt Kampusch weiterhin nicht aufkommen. "Ich weiß es", unterstrich sie.

Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht
© ORF Natascha Kampusch mit ihrem Vater und dessen Frau

Einblicke in die bizarre Psyche

In dem Interview gab Kampusch auch erneut Einblicke in die bizarre Psyche von Wolfgang Priklopil. So hatte der Entführer offenbar tatsächlich im Sinn gehabt, sein Opfer zu heiraten. "Ja, das war sein Plan. Er hat wohl gedacht, dass er das irgendwie vertuschen kann, sein Verbrechen, und dass ich dann oben ganz normal lebe und ihn dann vielleicht mit falschen Dokumenten heirate oder sowas. Ich hab dann zum Schein das Ganze gut gefunden, damit ich irgendwann einmal eine Chance bekomme wegzulaufen."

Zweites Buch

Anlässlich des zehnten Jahrestages wird Kampusch mit "10 Jahre Freiheit" (List Verlag) ein zweites Buch über ihren Fall herausbringen. Dem Vorwurf, erneut Geld verdienen zu wollen, ließ die 28-Jährige nicht gelten, sie wolle ihre Geschichte einfach "selbst erzählen". "Außerdem hätten dann diese ganzen Leute, die Schindluder mit dieser Geschichte trieben, freie Hand gehabt, weil ich ja nicht da gewesen wäre, um zu widersprechen, um ein Zeichen zu setzen, um da zu sein und einfach dem, was wirklich wahr, Ausdruck zu verleihen. Dann hätten die einfach irgendeine Geschichte daraus gemacht und das wollte ich nicht", sagte die 28-Jährige.

Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht
© ORF Natascha Kampusch mit ihrer Mutter beim Nähen

Trotz aller Bemühungen ist der Weg zu einem normalen Leben für Kampusch wohl noch nicht zu Ende: "Ich denke, dieses Noch-Mehr-Zu-Sich-Selbst-Stehen - unabhängig davon, was andere Leute für Bedürfnisse haben - ist vielleicht noch ein Punkt, den ich noch erweitern könnte. Dass ich sage: 'OK, ich darf da sein, ich darf leben, ich darf mich entfalten.' Das ist es."

Natascha Kampusch – ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht
© ORF Natascha Kampusch mit ihren Freunden

Kommentare

strizzi1949

Ja, sie hat viel schlechtes erlebt! Aber schön langsam nervt sie mit ihrer Geschichte! Sie will Abstand gewinnen, sagt sie! Aber sie geht immer wieder in das Horrorhaus, anstatt es endlich zu verkaufen oder abzureissen! Und sie wendet sich immer wieder an die Presse! Das ist nicht der Weg, um zu vergessen! Und das nervt!

Frau Kampusch wird ihren Weg machen. Menschen, die nicht derartig traumatisches erlebt haben, können dazu auch nichts sagen. Es gibt Menschen die ähnliches durchmachen mussten, von denen wird sie keiner verurteilen. Verschwörungstheoretiker gehen aber gern auf die die es nie leicht hatten los, sie setzen den Missbrauch fort :-(


Frau Kampusch macht seit knapp zehn Jahren die Matura. Sie sagt auch immer, sie will sich nicht zu ihrer Vegangeheit äußern. Warum gint ihr der Herr Feuerstein dann keine Ruhe.
Lasst sie leben und uns mit der Geschichte in Ruhe.

Sie sagen es.....nach dem Wiederauffinden wollte jeder wissen was diesem armen Kind passiert ist. Nun wissen wir und die ganze Welt es aber schon sehr lange ( oder auch nicht ), und das sollte reichen. Frau K. sagt sie suche Ruhe und Privatsphäre, genau das wäre ihr zu wünschen. Sie selbst lebt es aber nicht und steht daher im Widerspruch.

Maurile
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mir fehlt das Verständnis,für viele viele Kommentare für und gegen Natascha K.,Sie wurde als Kind entführt und ist mit 18 weggelaufen,ich glaube wie haben keine Ahnung wie man damit lebt,wie man damit umgeht,und auch nicht warum sie die Öffentlichkeit sucht.Ich glaube WIR ALLE WOLLTEN nach dem wiederauffinden Ihre Geschichte hören....

neusiedlersee melden


Ich wollte ihre Geschichte nicht hören. Mit hat genügt ihre Körpersprache sehen zu müssen. Was sie erlebt hat ist unvorstellbar.
Sie kann kein menschliches Leben mehr führen. Ich wünsche ihren Büchern Erfolg, falls sie den finanziell braucht. Ich würde keine Seite eines ihrer Bücher lesen.
Ich wünsche Ihr, sie kann sich aus den Klauen von Psychiatern und Journalisten befreien.

Frau Kampusch: Wenn sie Teile der Öffentlichkeit so niederträchtig behandelt haben, wie sie berichten. Warum bitte, suchen sie dann trotzdem immer wieder den Weg in jene Öffentlichkeit, in welcher sie so sicher nie Ruhe und Privatleben finden werden? Es ist ihr Leben, sie haben nur dieses, warum zeigen sie es einer ganzen Nation und bieten gleichzeitig damit neue Angriffsfläche??

Vielleicht wäre ein Leben in " Normalität " einfacher möglich, wenn Frau K. nicht mehr oder weniger regelmäßig den Weg in die Öffentlichkeit ( Medien ) suchen würde. Ruhe kann man nur in sich selbst finden......und wenn nicht freiwillig immer wieder zum öffentlichen Objekt wird.

Ich wünsche Ihr alles Gute und dass SIe endlich in Ruhe leben kann. Selbst wenn nur die 1/2 von den Geschichten stimmt wäre das schon mehr als man normalerweise ertragen kann !!!

Tavington melden

sie soll auf ihre gesundheit achten.

annas melden

leider merkt man an ihrem äusseren, dass es ihr nicht gut geht, aber die gesundheit ist das wichtigst.

neusiedlersee melden


Wer die Zeichen ihres Körpers zu lesen versteht, weiß, dass sie mit Antidepressiva und verm. auch mit Sedativa gefüttert wird. Etwas anderes fällt Ärzten kaum ein, und Patienten erwarten irgendeine "Medizin".
Die Folgen dieser Behandlungsweise zeigen uns Fotos und Gespräche mit Fr. Kampusch, die nun zum 2ten Mal zum Opfer wurde.
Man kann auch mehrmals sterben ohne gleich tot zu sein.

Biscotti melden

Sorry, aber die Einnahme von diversen Medikamenten sollte man nur dann einem Menschen unterstellen, wenn man sie entweder selbst verordnet hat oder mindestens eine fachliche Ausbildung dafür hat. Alles andere ist eine sehr bösartige Unterstellung und sollte vermieden werden. Unabhängig davon was man meint zu sehen und zu analysieren.

neusiedlersee melden


Sie haben Recht, man sollte nichts unterstellen. Also unterstellen Sie mir bitte nicht, dass ich nicht qualifiziert bin die Zeichen die ich sehe und höre zu verstehen und zuzuordnen.
Ich kann keine Medikamentennamen nennen, aber bitte glauben Sie mir, sie sind alle gleich höllisch gefährlich. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die uns sichtbaren Symptome auftreten


neusiedlersee melden


Nur weil Sie, Biscotti, etwas nicht verstehen oder nicht können, bedeutet das nicht, das andere das nicht können.
Die Symptome sind eindeutig. Basta.

Annforever melden

Neusiedlersee@ Ich gehe davon aus, sie sind mindestens Psychologe, wenn nicht Psychiater oder Neurologe. Also mit Fachwissen zum Thema Psychopharmaka ausgestattet. Wenn nicht, dann stehen ihnen unqualifizierte Aussagen schlicht und ergreifend einfach nicht zu und sind als verleumderisch einzuordnen

Annforever melden

Neusiedlersee@ Akademiker oder Menschen mit ausreichend Bildung bzw. Fachwissen äußern sich definitiv nicht so. Sollte ich mich irren, so nennen sie uns doch bitte jenes Fach in welchen sie promoviert haben und welches sie gleichzeitig zu solchen Aussagen berechtigt.

Annforever melden

Was auch immer dieser Frau passiert sein mag, und nur sie alleine kennt die Wahrheit. Der Schaden ist sichtbar. Nach Ende der Sendung und in Summe gesehen, blieb mir nur ein Wort. SELTSAM.... das Opfer, der Ausgang, das Umfeld, einfach alles nur seltsam und weit von Normalität entfernt.

annas melden

was meinen sie unter seltsam, natascha hat WAS erlebt, was man n iemandem wünscht

Annforever melden

annas: Das hat auch niemand bezweifelt und ist mehr als allgemein bekannt, dass Frau K. traumatische Erlebnisse gehabt haben muss. Was auch leicht an ihrem Verhalten, Körpersprache, Mimik usw. zu erkennen ist.

annas melden

ja, sie haben recht annforever

Eduard Roth
Eduard Roth melden

wahnsinn.fett is sie geworden.

neusiedlersee melden


Man sollte Ihnen verbieten den guten Namen Roth, den eines Genies, zu verwenden um widrige Kommentare abzugeben.

neusiedlersee melden


Pardon, ich wollte schreiben: widerliche Kommentare.

Biscotti melden

Eduard Roth: Menschen wie sie, mit ihrem Niveau, genau davor wird Frau K. ziemlich sicher und berechtigt die Nase voll haben.

neusiedlersee melden


Da E.Roth nicht antwortet, besteht die Hoffnung, dass er seinen Fehler eingesehen hat. Fr.Kampusch wird diese Kommentare wohl nicht lesen.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Sorry, aber der oder die @Roth hat recht - sie ist fett geworden! Sie war einmal recht hübsch, nach der Flucht - das ist vorbei! Und - wieso ist es ein Fehler, wenn man sagt, wie ein Mensch aussieht (@neusiedlersee)? Auch wenn sie viel erlebt hat, deshalb über ihr Aussehen zu lügen ist doch heuchlerisch! Ich finde es niveaulos, Dinge anders zu beschreiben als sie sind!

Annforever melden

strizzi1949: weil es nichts zur Sache tut ob Frau K. fett, dünn, mollig oder sonst was ist. Die Optik ist nicht das Thema und Kommentare auf diesem Niveau sind keine Meinungen sondern Beleidigungen von Menschen mit asozialen Anwandlungen. Oder hätten sie es gerne, wenn sie wegen ihrer Optik öffentlich angegriffen werden?

annas melden

ja strizzi1949 nachdenken bevor sie was schreiben, sie ........... zu urteilen ob wer dünn oder dick ist, ist das letzte. alles hatte seinen grund, n' est pas ?

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