Kampf um den ORF: Der Aufstand

NEWS-Rundruf: Promis gegen ORF-Spitze: ‚SOS‘ ‚Vom Gleichgewicht des Schreckens blieb nur der Schrecken.‘

Kampf um den ORF: Der Aufstand

Die Kritik von ,ZiB‘-Star Armin Wolf am Parteieneinfluss im ORF zeigt Wirkung: Promis, Künstler & Journalisten machen jetzt gegen ÖVP und ORF-Spitze mobil. Eine breite Front mobilisiert gegen die ORF-Spitze und den Politeinfluss in der ORF-Information. Der angegriffene ORF-Chefredakteur Mück wehrt sich im Interview gegen die ,selbst ernannten Retter‘.

Der Wiener Anwalt Alfred Noll ist erzürnt: „Der ORF ist vom Watchdog zum Schoßhund der Nation geworden. Es reicht. Wir Gebührenzahler organisieren jetzt eine zivilgesellschaftliche Erregung.“ 40 Prominente hat Noll inzwischen als Unterstützer der Plattform www.sos-orf.at gefunden: von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und André Heller über die als konservativ geltenden „ORF-Weisen“ Fritz Csoklich (ehemals „Kleine Zeitung“) und Alfred Payrleitner („Kurier“-Kolumnist, Ex-ORF) bis hin zum konservativen TV-Doyen Paul Schulmeister.

Die Gründe für deren Kritik sind vielfältig, manifestieren sich aber im Auftritt von ORF-Chefin Monika Lindner bei Wolfgang Schüssels Rede zur Lage der Nation vor zwei Wochen, als sie applaudierend in der zweiten Reihe saß. Noll: „Diese Nähe ist untragbar.“ Dazu kämen sinkende Quoten trotz eines – entgegen des strikten Gesetzesauftrags – immer mehr mit dem Privatfernsehen verwechselbaren Programms.

Umfrage: 53 % wollen ORF-Volksbegehren unterzeichnen. Das Fernsehvolk denkt mittlerweile ähnlich wie die Protagonisten des SOS-Plattform. In der neuen NEWS-Gallup-Umfrage hält eine klare Mehrheit von 49 Prozent den ORF für „regierungsfreundlich“. Ebenfalls 49 Prozent sagen, die ÖVP werde einseitig bevorzugt. Schon ganze 53 Prozent würden ein Volksbegehren zur Befreiung des ORF von Parteieneinfluss unterschreiben.

Ausgelöst hat die neue Debatte um Unabhängigkeit des ORF und Politeinfluss „ZiB 2“- Anchorman Armin Wolf. Der 39-Jährige hielt anlässlich einer Preisverleihung in der Hofburg vor dem staunenden Bundes-präsidenten eine Brandrede gegen die Zustände im Leitmedium des Landes: „Vom Gleichgewicht des Schreckens blieb nur der Schrecken.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!
PLUS: Der umstrittene Chefredakteur Mück im Interview