Kampf gegen IS von

Großoffensive: Iraks Armee
meldet erste Erfolge

Regionen befreit - Keine offizielle Bestätigung

Irak-Militär gegen IS © Bild: Getty/AFP/AHMAD AL-RUBAYE

Nach dem Beginn einer Großoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) meldet das irakische Militär erste Erfolge. Die Armee habe östlich der Stadt Tikrit die Region Hamrin sowie zwei kleinere Orte eingenommen, hieß es aus Militärkreisen. Irakische Medien berichteten unter Berufung auf die Armee von heftigen Kämpfen zwischen beiden Seiten.

Die IS-Extremisten hätten Selbstmordattentäter eingesetzt, um den Angriff abzuwehren. Eine unabhängige Bestätigung für die Geländegewinne gab es zunächst nicht. Erfolgsmeldungen der irakischen Armee haben sich in der Vergangenheit häufiger als falsch herausgestellt.

Bisher größter Angriff

Armee, schiitische Milizen und sunnitische Stammeskämpfer hatten am Sonntag eine Offensive gestartet, um den IS aus Tikrit zu vertreiben. Es ist der bisher größte Angriff auf die Dschihadisten im Irak. Die Regierung hat nach eigenen Angaben 30.000 Kämpfer mobilisiert. Auch Iraks Luftwaffe fliegt Angriffe gegen die Dschihadisten.

Tikrit rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad liegt an einer strategisch wichtigen Verbindungsstraße in den Norden des Landes. Die Offensive gilt zugleich als Test der irakischen Kräfte für einen geplanten Angriff auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

USA hält sich raus

Die US-Armee und ihre Verbündeten beteiligen sich bisher nicht mit Luftangriffen an der neuen Offensive gegen die sunnitischen Extremisten. Laut dem US-Verteidigungsministerium gab es keine Anfrage der irakischen Regierung, wie US-Medien berichteten. Es handle sich um eine irakische Angelegenheit, sagte ein Sprecher des Pentagons. Die US-Luftwaffe und ihre Verbündeten bombardieren seit mehreren Monaten regelmäßig IS-Stellungen im Irak und in Syrien.

Dagegen unterstützt der schiitische Iran die Offensive. Mit Ghassem Sulejmani sei ein hochrangiger Kommandant der iranischen Revolutionsgarden als Berater und Beobachter vor Ort, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars am Montag.

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