Kammerschauspieler Schweiger gestorben:
77-Jähriger ist einer Gehirnblutung erlegen

Burgtheater-Ehrenmitglied seit 1949 am Ring tätig Wiener auch in der Filmbranche äußerst erfolgreich

Kammerschauspieler Schweiger gestorben:
77-Jähriger ist einer Gehirnblutung erlegen © Bild: APA/Gindl

Der Wiener Kammerschauspieler Heinrich Schweiger ist 77-jährig nach einem Herz-Kreislaufversagen infolge einer schweren Gehirnblutung in einem Salzburger Krankenhaus gestorben. Das Burgtheater-Ehrenmitglied gehörte seit 1949 (mit Unterbrechungen) dem Haus am Ring an und spielte dort die großen klassischen Rollen der Weltliteratur.

So etwa in Schillers "Don Carlos", Shakespeares "Othello" und "Richard III.", aber auch den Mackie Messer in der "Dreigroschenoper". Eine seiner letzten Rollen war der Tiefenbach im "Wallenstein". Mit "großer persönlicher Betroffenheit" reagierte ÖVP-Kultursprecherin Fuhrmann auf das Ableben des Kammerschauspielers und "großen Menschendarstellers". Schweiger sei ein begnadeter Schauspieler und unverwechselbarer Darsteller großer Charaktere gewesen.

"Beherrschte die großen Rollen"
Für Kulturministerin Schmied gehörte Schweiger "zu den markantesten Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters". Der Wiener Kulturstadtrat Mailath-Pokorny würdigte ihn als "vielschichtigen Charakterdarsteller, der die großen Rollen der Weltliteratur beherrschte und gleichzeitig in der Wiener Kaffeehausliteratur zu Hause war".

Schweiger wurde am 23. Juli 1931 in Wien geboren und studierte dort am Max-Reinhardt-Seminar. Bereits als 18-Jähriger debütierte er am Burgtheater. Schweiger, der u.a. Träger der Kainz-Medaille war, wirkte viele Jahre auch bei den Salzburger Festspielen mit und war in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen. Zu seinen Kinoerfolgen zählten u.a. die Hauptrolle in "Franz Schubert - ein unvollendetes Leben" (1957) und Franz Antels Filmreihe "Der Bockerer".

(apa/red)