Kaka möchte später einmal Pastor werden:
Der Fußballer des Jahres hat Zukunftspläne

Theologiestudium nach Ende der Profi-Fußballkarriere Brasilianer wird in fünf Monaten zum ersten Mal Vater

Kaka möchte später einmal Pastor werden:
Der Fußballer des Jahres hat Zukunftspläne

Am Höhepunkt seiner Laufbahn denkt AC-Milan-Star Kaka an die Zukunft. Er sieht sich aber weder als Fußball-Trainer, noch als -Manager. "Am Ende meiner Karriere würde ich gerne evangelischer Pastor werden. Es handelt sich um einen anstrengenden Weg: Man muss Theologie studieren und die Bibel-Kenntnisse vertiefen", sagte der Brasilianer im Interview mit der Dezember-Ausgabe des Magazins "GQ".

"Es ist nicht einfach, der heutigen Gesellschaft Begriffe nahe zu bringen, die vor tausenden Jahren geschrieben wurden, doch gerade dies ist die Aufgabe eines guten Pastors: Er muss die Lehre der Bibel aktualisieren", betonte der 25-jährige Brasilianer, der in fünf Monaten zum ersten Mal Vater wird.

Im Alter von 18 Jahren habe der streng christlich erzogene Spieler seine Wirbelsäule bei einem Kopfsprung in einen Swimmingpool schwer verletzt. "Meine Karriere als Fußballer hätte damals zu Ende gehen können", sagte Kaka. Demnächst wird er in Paris den "Ballon d'Or" (Goldener Ball) für Europas besten "Fußballer des Jahres" in Empfang nehmen. Außerdem verlängerte erst vor kurzem seinen Vertrag mit dem AC Milan bis 2012. Kaka soll künftig neun Millionen Euro pro Saison kassieren.

Trotzdem ist der Stürmer immer noch nicht zufrieden. "Ich bin nie zufrieden. Es ist mir bewusst, dass ich zu den besten Fußballern zähle, doch ich habe noch nicht den Höhepunkt erreicht. Ich kann noch wachsen. Mit 25 Jahren kann man sich noch verbessern. Es ist ein Geschenk, Fußball spielen zu können. Man kommt so zur Welt, der Rest ist Arbeit. Das gilt für alle: Musiker, Maler, sogar für Journalisten. Wir Fußballer sind nichts Besonderes. Talent genügt nicht, man muss sich anstrengen", betonte Kaka.

Als Vorbilder beim AC Milan nannte er Kapitän Paolo Maldini und Alessandro Costacurta. "Maldini hätte seine Karriere mit dem Champions-League-Sieg in Athen abschließen können, will aber weitermachen. Ich bin auch so, ich will immer weitermachen", erklärt Kaka.
(apa/red)

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