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Kärnten-Wahl: Grüne wollen sich bei Landesversammlung neu aufstellen

Parteitag für Ende April geplant - Holub: "Wird Zeit, dass jüngere Leute an die Macht kommen"

Die Kärntner Grünen haben am Mittwoch in einer Vorstandssitzung die Landtagswahl vom 4. März, bei der sie den Wiedereinzug ins Landesparlament verpasst haben, analysiert. Wie Geschäftsführer Christoph Gräfling sagte, wurde beschlossen, dass Ende April bei einer Landesversammlung ein neues Team aufgestellt werden soll. Wer als Parteisprecher kandidiert, sei noch völlig offen.

Zuletzt war die Partei von einem mehrköpfigen Leitungsgremium geführt worden, als dessen Sprecher Landesrat und Wahl-Spitzenkandidat Rolf Holub fungierte. Dieser wird sich Ende April nicht als Landessprecher zur Wahl stellen. "Ich bleibe in beratender Funktion vorhanden. Es ist Zeit, dass jüngere Leute an die Macht kommen", sagte Holub. "Es werden sehr Mutige sein müssen, die bereit sind, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen." Man werde versuchen, jemanden zu motivieren, es sei ja kein attraktiver Job, jetzt die Grünen zu übernehmen.

In Sachen Wahlanalyse sagte Holub: "Wir haben die Wählerstromanalyse ja gesehen. Es sind sehr viele zum Peter Kaiser (SPÖ, Anm.) gegangen." Eine kurz vor der Wahl veröffentlichte Umfrage, die die Grünen am Wiedereinzug scheitern sah, habe das ihre dazu beigetragen, sich selbst zu erfüllen. Hauptgrund seien aber natürlich die internen Streitereien gewesen, "die medial zelebriert wurden". "Seit den Jungen Grünen und dem Peter Pilz - das war eine Geschichte, die sich auch selber weiter erzählt hat."

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