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Stier rammt Mopedfahrerin

Villach: Frau schwer verletzt auf Intensivstation - Tier von Polizei erlegt

Ein Stier steht am Straßenrand © Bild: Thinkstock

Eine 26 Jahre alte Motorradlenkerin aus Villach ist am Mittwoch in ihrer Heimatstadt von einem wilden Stier attackiert und schwer verletzt worden. Der 900 Kilogramm schwere Bulle hatte sich laut Polizei am Gelände einer Fleischerei losgerissen, die Umzäunung beschädigt und war auf eine Gemeindestraße gelaufen. Das Tier wurde von der Polizei erlegt.

Die Exekutive verhinderte gerade noch, dass der Stier in ein großes Kaufhaus lief, indem man den Eingang mit einem Polizeiauto versperrte. Der Bulle rammte daraufhin das Fahrzeug. Die Polizei versuchte, das Gelände vor dem Gebäude abzuriegeln, dennoch fuhr die Motorradlenkerin ein. Der Stier griff sie an, das Bike wurde gegen das Heck eines davor fahrenden Sattelkraftwagens gestoßen. Ein Beamter erlegte das Tier daraufhin mit vier Schüssen aus einem Sturmgewehr.

Keine Lebensgefahr

Die Schwerverletzte wurde ins Landeskrankenhaus Villach gebracht. Sie ist nicht in Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin des Spitals. Dennoch wird die 26-Jährige noch einige Tage zur Beobachtung auf der Intensivstation behalten werden. Bei dem Vorfall wurde auch ein Mitarbeiter des Fleischereibetriebes leicht verletzt.

Kommentare

Der Vorfall ist für die Motorradlenkerin natürlich tragisch. Der Stier war in Panik - ganz klar. Die Tiere spüren ja, dass sie getötet werden. Wer schon einmal an einem Schlachthof war, an dem gerade Kühe oder Schweine zum Schlachten abgeladen werden, wird wohl nie mehr das entsetzlich verzweifelte und ängstliche Brüllen der Tiere vergessen. Das geht durch Mark und Bein.

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