Kärnten bekommt vier Mio. Euro-Spende vom Bund: Sogenannte Abstimmungsspende

Verwendung für zweckgebundene Fördermaßnahmen Landeshauptmann Dörfler: Geld "nicht verplempert"

Kärnten bekommt vier Mio. Euro-Spende vom Bund: Sogenannte Abstimmungsspende
© Bild: APA/DPA/Barth

Der Bund gewährt dem Land Kärnten anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Volksabstimmung eine sogenannte "Abstimmungsspende" von vier Mio. Euro. Darauf haben sich SPÖ und ÖVP im Ministerrat geeinigt. Kärnten hatte sich fünf Mio. gewünscht. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) freute sich über den Beschluss, der auch sicherstelle, dass das Geld "nicht verplempert" werde.

Das Geld soll zweckgebunden für Förderungen, u.a. für zweisprachiges Bildungswesen, Förderung der lokalen Kultur, sowie für slowenisch- oder mehrsprachige Kulturprojekte, ausgegeben werden. Im Vorfeld hatte es eine Diskussion über die Verwendung dieser Abstimmungsspende gegeben. Manche Kärntner Bürgermeister hatten verlangt, dass die Gelder direkt an die Gemeinden ausgezahlt werden, weil die letzte große Spende anlässlich eines Jubiläumsjahres vor fünf Jahren sei teils in "unmögliche Projekte" geflossen.

Offenbar haben sich die Kärntner Regierungsparteien schon im Vorfeld auf einen Aufteilungsschlüssel geeinigt. So würden 75 Prozent an die Gemeinden im Abstimmungsgebiet gehen, 15 Prozent direkt an die Volksgruppe. Dörfler freute sich auch, dass zehn Prozent der Abstimmungsspende "Altösterreichern" in Slowenien zukommen würden. Dort hätten die deutschsprachigen Bürger "überhaupt keine Rechte", so der Kärntner Landeshauptmann.

Dörfler erteilte in der Bundeshauptstadt auch Nachhilfe in Sachen Kärntner Volksabstimmung und was damit verhindert worden sei: "Das Beachvolleyball hätte wahrscheinlich zur Hälfte in Jugoslawien stattgefunden und zur Hälfte in Österreich."

(apa/red)

Kommentare

ich dachte in klagenfurt wurde gar nicht abgestimmt?

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