Kärnten weiter in der Krise: Klagenfurter
im Frühjahr noch immer punkt- und torlos

Noch keinen Treffer in vier Liga-Spielen erzielt Schinkels: " Sagt alles über unsere Offensivleistung"

Kärnten weiter in der Krise: Klagenfurter
im Frühjahr noch immer punkt- und torlos © Bild: APA

Keine Tore, keine Punkte - Austria Kärnten läuft im Frühjahr in doppelter Hinsicht einem Erfolgserlebnis nach. Während sich die SV Ried mit einem 3:1 gegen den SCR Altach aus dem Abstiegskampf der Bundesliga verabschiedet haben dürfte, reichte Mattersburg auch das laut Trainer Franz Lederer "schlechteste Spiel in dieser Saison", um mit einem 1:0 gegen Kärnten die drei Punkte mitzunehmen.

Während das Sturmtief "Emma" in Salzburg und Wien Absagen der beiden Spitzenspiele nach sich zog, präsentierten sich die Offensivbemühungen der Kärntner im Pappelstadion nur als "Lüfterl". 19 Tore in 27 Saisonspielen blieben auch Neo-Trainer Frenkie Schinkels nicht verborgen. "In den letzten zwölf Runden haben wir drei Tore geschossen, davon zwei Eigentore. Das sagt alles über unsere Offensivleistung", meinte der gebürtige Niederländer.

"Viel zu wenig für die Bundesliga"
"Heute hat man ein paar gute Aktionen von uns gesehen, aber es ist noch viel zu wenig für die Bundesliga", erklärte Schinkels ungeschönt. Zu hinterfragen bleibt jedoch auch, warum Winter-Neuzugang Ngwenya weiter nicht einmal im Kader steht. Bei neun ausstehenden Saisonspielen liegt der Pasching-Nachfolgeclub unverändert drei Zähler hinter Wacker Innsbruck. Die Tiroler haben jedoch ein Spiel weniger ausgetragen.

Dabei boten die zum zehnten Mal in Serie vor eigenem Publikum unbesiegten Burgenländer, bei denen sich Michael Mörz für die Äußerungen gegen LASK-Regisseur Ivica Vastic entschuldigte, alles andere als eine souveräne Leistung. "Jeder andere hätte wohl ohne weiteres drei Punkte mitnehmen können", meinte Kapitän Dietmar Kühbauer nach dem durch einen Zufallstreffer von Teamspieler Christian Fuchs sichergestellten Erfolg. Coach Lederer war in ersten Linie mit dem Ergebnis zufrieden: "Bei uns war im Kopf nicht die letzte Frische da."

Glückliche Rieder
Eitel Wonne herrscht hingegen im Innviertel. Nach einem 3:1 gegen Altach hat der Tabellensechste Ried bereits einen 15-Punkte-Polster auf Kärnten. "Jetzt können wir uns nach vorne orientieren", erklärte Coach Thomas Weissenböck, dessen Team wieder einmal in einem Heimspiel zu alter Stärke auflief. "Wir haben Charakter gezeigt, jeder hat schon vor dem Spiel gewusst, was zu tun ist", meinte der albanische Stürmer Hamdi Salihi, der mit seinem elften Saisontor alles klar machte.

Im Lager der Vorarlberger, die nach erfolgreichem Rapid-Protest vier Zähler vor Kärnten rangieren, wollte man nach der zweiten Auswärtspleite in Serie keine Panik aufkommen lassen. "Es war eine unglückliche Niederlage. Wir waren nach vier Minuten 0:1 hinten, davon haben wir uns nicht mehr voll erholt", analysierte Coach Heinz Fuchsbichler die Partie.

(apa/red)

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