Kärnten von

Die KABEG-Affäre

NEWS liegen Akten zum Polit-Skandal vor. Justiz ermittelt auch gegen Kurt Scheuch.

Manegold und Kurz Scheuch © Bild: NEWS/Gert Eggenberger

NEWS liegen exklusiv Akten zu einem der spannendsten Kärntner Polit-Skandale der letzten Jahre vor – jenem rund um Ines Manegold, die Ex-Chefin der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft KABEG, und um den früheren freiheitlichen Klubobmann im Kärntner Landtag, Kurt Scheuch. Die Unterlagen scheinen zu zeigen, wie rasch ein ohnehin ordentlich dotierter Vorstandsvertrag geändert werden kann – und zwar durchaus zum Vorteil eines der Beteiligten.

Die KABEG betreibt fünf Spitäler in Kärnten. Im Jahr 2010 wurde die deutsche Managerin Ines Manegold zum Alleinvorstand bestellt. NEWS liegt das Protokoll der KABEG-Aufsichtsratssitzung vom 22. Februar 2010 vor, in der über den Vorstandsvertrag für Manegold gesprochen wurde. Kurt Scheuch war damals Aufsichtsratsvorsitzender. Im Protokoll heißt es: "Scheuch berichtet, dass bei den Verhandlungen mit Frau Manegold ein positives Verhandlungklima geherrscht habe und mit der Unterstützung beider Rechtsanwaltskanzleien ein Vertrag zustande gebracht worden sei, der allen im Aufsichtsrat definierten Parametern entspricht."

Nun liegt NEWS allerdings ein Dokument vor, dessen bloße Existenz in Kärnten seit einigen Wochen für politischen Großalarm sorgt. Damals berichtete die Austria Presseagentur über eine Anzeige der KABEG, die Manegold 2013 entlassen hat, aus der hervorginge, Manegolds Anstellungsverhältnis wäre nachträglich zu ihren Gunsten geändert worden.

10 Euro Flatrate für Handy, Notebook und Co.

Neben der – bereits bekannten – nachträglichen Abmachung, das Vorstandsgehalt von 12.800 Euro brutto pro Monat jedes Jahr um den Verbraucherpreisindex – praktisch die Inflationsrate – zu erhöhen, finden sich darin weitere beachtliche Punkte. So wurde etwa festgeschrieben, dass Manegold für auswärtige Übernachtungen während einer Dienstreise nachgewiesene Nächtigungskosten für ein Hotel der Fünf-Sterne Kategorie ersetzt bekommt. Auch wurde nachträglich vereinbart, dass Manegold "Anspruch auf die kostenlose Bereitstellung der für die Ausübung der Tätigkeiten notwendigen und am letzten technischen Stand befindlichen Kommunikationsmittel wie z.B. Notebook, Drucker, Faxgerät, Handy samt PKW-Freisprecheinrichtung etc." habe. Die für die Nutzung "anerlaufenen Kosten" würden von der KABEG getragen.

Kommentare

Über die hohen Traumgagen und Pensionen bei der Nationalbank spricht niemand! Das ist ja etwas anderes; dort werden ja auch nur Parteigünstlinge von SPÖ+ÖVP versorgt.

Ich kann aus diesem Artikel in keinster Weise eine "Affäre" erkennen! Ist euch der Stoff ausgegangen um aus so einer Mücke einen Elefanten zu machen? Gehalt an Index anpassen ist üblich, Notebook, Handy etc. auch. Naja und ob 4* oder 5* Hotel ist auch nicht das grosse Ding.

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Wie sieht das jetzt mit dem Feuern der Frau Mangeold aus ?
Hat da die Spö die Finger mit im Spiel ?
Wie ist das jetzt mit den anderen Landesgesellschaften:
Der Vertrag wäre nur an die Geschäftsführerverträge anderer Landesgesellschaften angeglichen worden.
DAS WÄRE MAL EIN SKANDAL, wenn ihr die ungeheuerlichen Verschwendungen ALLER Landesgesellschaften berichten würdet !!!

giuseppeverdi melden

Nun ja, Ihr Nick "Misthaufen1" sagt ja alles über Ihren IQ! Das ist jeder Stellungnahme umsonst, weil mit Ihrem Nick alles gesagt ist und zwar durch Sie selbst!

Die richtigen Verbrecher kassieren MILLIONEN. Um die solltet ihr euch kümmern, nicht um einen Vorstand, der irgendwas über 100.000 Euro im Jahr verdient. Und wo sind denn nun endlich die angeblichen Priviligien, die sie nachgträglich zu ihren Gunsten geändert hat ? Kein Wort steht in dem Bericht ? Gibt es heutzutage nur noch unkritische Schwachköpfe, denen man so einen Unsinn als Skandal verkauft?

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Und was soll daran so besonders sein ? Jeder normale Angestellte bekommt die Arbeitsmittel gratis von seiner Firma ? Jeder qualifizierte Angestellt hat heutzutage ein Notebook oder einen PC in der Firma ? Und was soll an dem Vorstandsgehalt so schlimm sein ? Wie viel wollt ihr denn einem Vorstand zugesehen ? Reicht es, wenn ein Vorstand 5000 Euro brutto verdient ? Bullshit !!!

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In der Tat, etwas Besonderes ist das sicher nicht, in einem Land, in dem eine Truppe von der Verfassung bis zur Landtagsordnung, von den Verwaltungsverfahrensgesetzen bis zum Strafgesetzbuch alles ignorierte und mit eigenem Rechtsbewusstsein, Machtmissbrauch und habitueller Kumpelei durchs Land marodierte. Es ist ein Sittenbild.

whois
whois melden

Ja, da bin auch korrupt meine Firma stellt mir PC und Handy ....

Vielleicht sollte man dieser Redaktion Handy und PC wegnehmen, dann wird ein blödes Statement verhindert!

Ja da hat ja das Land Kärnten dann keine Probleme die eventuell ungerechtfertigten Zahlungen einzubringen. Scheuch hat ja angeblich Besitzungen, die das Geld schon abwerfen sollten!

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