Kärnten von

FPK und FPÖ bald eins

Wiedervereinigung nimmt konkrete Formen an - 55 von 60 Delegierten dafür

FPÖ Kärnten © Bild: APA/Eggenberger

Die Wiedervereinigung von FPK und der Kärntner FPÖ nimmt immer konkretere Formen an. Bei einem Sonderparteitag in Klagenfurt beschloss die Landes-FPÖ mit 55 von 60 gültigen abgegebenen Stimmen die Zusammenführung mit der FPK (bis 2010 BZÖ). Die FPK hatte bereits bei einem Parteitag im April einen ähnlichen Beschluss gefasst. Der letzte Schritt der Parteienzusammenlegung soll bei einem "Wiedervereinigungsparteitag" am 28. Juni gesetzt werden.

Die Kärntner FPÖ blieb nach der Gründung des BZÖ durch Jörg Haider im Jahr 2005 als "Schrumpfpartei" übrig. Politisch bekam die Gruppierung in der Folge ihre Füße nie auf den Boden. Mit der "Kooperation" zwischen dem damaligen BZÖ-Parteichef Uwe Scheuch und FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und der Umbenennung des BZÖ in FPK verschwand die Kärntner FPÖ endgültig in die Bedeutungslosigkeit. Am Papier blieb sie jedoch immer bestehen.

Reißverschlusssystem bei Landesliste

Nun sei eine "Zusammenführung" unter dem Dach der Bundes-FPÖ beschlossen worden, erklärte FPÖ-Landesparteichef Christian Leyroutz am Rande der nicht öffentlichen Parteitagssitzung. Die FPÖ formulierte auch einige Bedingungen. So solle etwa das Reißverschlusssystem bei der Erstellung der Landesliste für die Nationalratswahl im Herbst zum tragen kommen. Zudem will die FPÖ zumindest einen Parteiobmann-Stellvertreter bei den wiedervereinigten Kärntner Freiheitlichen stellen. Das bedeutet umgekehrt, dass FPK-Parteichef Christian Ragger aller Voraussicht nach freiheitlicher Parteiobmann bleibt.

"An dem Schritt führt kein Weg vorbei", sagte Ex-FPÖ-Landesparteichef Harald Jannach. Er selbst war seinerzeit gezwungen worden, das Handtuch zu werfen, weil er sich im Jahr 2010 gegen die Scheuch-Strache-Kooperation ausgesprochen hatte. "Ich habe immer betont, dass die Kärntner Freiheitlichen unter einem Dach zusammengeführt werden müssen", sagte der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann Manfred Haimbuchner. Er hatte in Vertretung von Parteichef Strache an der Sitzung teilgenommen.

Kommentare

Man nimmt zur Kenntnis, dass die das innerparteilich so haben wollen, mich stört es auch nicht, denn der Platzhalter dessen, was aus dem Mölltal kam ( Kurt Scheuch) ist ein Garant dafür, dass das seltsame Gebilde noch lange von der politischen Macht fernbleiben dürfte, ein stetes memento Uwe sozusagen. Und insgesamt gefällt mir die FPK(Ö) in Kärnten jetzt schon viel besser, Größe spielt halt doch eine Rolle, noch ein bisschen kleiner und ich werde sie richtig knuddelig finden;-))

Trotzalledem Lob für Herrn Jannach. Auch wenn ich vom Politischen her kein Fan des Mannes bin, aber er war 2010 doch der einzige, der in diesem Biotop voll Quallen Rückgrat gezeigt hat und bewiesen hat, dass man Sachgründe höher stellen kann als die eigene Person und das nötigt einem Respekt ab.

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