Kärnten vertraut weiterhin auf Dörfler:
Trotz Verlusten bleibt Politiker an der Spitze

Neuer OGM-Vertrauensindex zur Landtagswahl Sinkende Werte zwei Wochen vor dem Urnengang

Kärnten vertraut weiterhin auf Dörfler:
Trotz Verlusten bleibt Politiker an der Spitze © Bild: APA/Gert Eggenberger

Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler gilt den Kärntnern nach wie vor als vertrauenswürdigster Landespolitiker, auch wenn er, wie viele andere Politiker, gegenüber November 2008 an Vertrauenswerten einbüßte. Dies geht aus dem aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex rund zwei Wochen vor der Landtagswahl hervor.

Positive Vertrauenswerte erzielten ÖVP-Obmann und -Spitzenkandidat Josef Martinz, BZÖ-Chef Uwe Scheuch sowie SPÖ-Obmann Reinhart Rohr. Im Minus rangiert der Grüne Rolf Holub, Schlusslicht der Vertrauensskala ist FPÖ-Spitzenkandidat Mario Canori. OGM-Chef Wolfgang Bachmayer spricht von einem "Ansehensverlust" aufgrund eines harten Wahlkampfes.

Für den Vertrauensindex wurden rund 400 Kärntnerinnen und Kärntner ab 16 Jahren telefonisch abgefragt: "Vertrauen Sie xy oder vertrauen sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht?" Aus den Werten wurde dann der Saldo gebildet, der für das Ranking herangezogen wird (Schwankungsbreite plus/minus fünf Prozent).

Sinkende Vertrauenswerte
Dabei zeigten sich für das Gros der abgefragten Politiker sinkende Vertrauenswerte: Dörfler kam auf einen Vertrauensindex von plus 24, büßte aber 15 Punkte ein; Uwe Scheuch verlor zwölf Punkte und landete mit einem Wert von 18 auf Platz drei. Platz zwei ging an Martinz mit 22 Punkten. Reinhart Rohr verlor gegenüber der Umfrage im November 2008 neun Punkte, bilanziert aber mit plus neun noch positiv. Tief im Minus dagegen Grünen-Chef Holub mit minus 21, Canori gar mit minus 34, noch hinter FPÖ-Chef Franz Schwager mit minus 31. Samt und sonders negative Werte gab es auch für die Landesräte Harald Dobernig, Nicole Cernic und Peter Kaiser sowie die Klubobleute Kurt Scheuch, Herwig Seiser und Stephan Tauschitz.

Für Bachmayer ist der "deutliche Vertrauensrückgang in die Kärntner Landespolitiker" auf den "immer härteren Schlagabtausch im Kärntner Wahlkampf" zurückzuführen: "Im Gegensatz zu Salzburg, wo ein 'Kuschelwahlkampf' sogar steigende Vertrauenswerte mit sich gebracht hat, ist der Ansehensverlust der Kärntner Politiker durch den Wahlkampf deutlich sichtbar."
(apa/red)