Kärnten-Chef Canori bot Rücktritt an: Bleibt aber vorerst noch an Spitze des SK Austria

Kein Nachfolger bei Klagenfurter Klub in Sicht "Infrastrukturmillion": Bei Scheitern "Abverkauf"

Kärnten-Chef Canori bot Rücktritt an: Bleibt aber vorerst noch an Spitze des SK Austria © Bild: APA/Eggenberger

Mario Canori, Präsident des SK Austria Kärnten, hat im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung in Klagenfurt seinen Rücktritt angeboten. Da sich kein Nachfolger fand, bleibt Canori allerdings vorerst im Amt. Sollte im Rahmen eines "Fußball-Gipfels" unter anderem mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler am kommenden Freitag keine Zusage von öffentlicher Hand für die Übernahme von einer Mio. Euro für Infrastrukturkosten kommen, will der Präsident des krisengebeutelten Tabellenletzten "die Kosten drastisch reduzieren", sagte er.

Canori bot seinen Rücktritt an, um einem "neuen Präsidenten mit viel Geld" Platz zu machen. Da sich aber niemand fand, vertagte Canori die Sitzung auf 18. Jänner. In diesem Zeitfenster will er Gespräche mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) und der Stadt Klagenfurt über die von ihm in der Vergangenheit gebetsmühlenartig geforderte Infrastrukturmillion führen.

Allerdings dürfen die Klagenfurter laut dem 45-Jährigen auch noch auf Hilfe von anderer Seite hoffen. "Um den Dreikönigstag herum hat sich bei mir eine seriöse, ausländische Investorgruppe aus dem EU-Raum gemeldet, die Interesse an einem Einstieg hat."

Sollten auch diese Gespräche ergebnislos verlaufen, will Canori zwar auch nach dem 18. Jänner Präsident bleiben, den Verein aber "nach strengen kaufmännischen Kriterien" führen. Canori: "Dann gibt's einen Abverkauf".

(apa/red)