Kärnten von

Siegfried Kampl aus FPÖ ausgeschlossen

Bürgermeister von Gurk will sich nicht vom Nationalsozialismus distanzieren

Bürgermeister Siegfried Kampl © Bild: APA/GERT EGGENBERGER

Interviewaussagen von Siegfried Kampl, FPK-Bürgermeister der Kärntner Gemeinde Gurk, in der "Kleinen Zeitung" über den Nationalsozialismus sorgen für Aufregung. Kampl erklärte in der Online-Ausgabe etwa: "Nur von dem, was sie gemacht haben, distanziere ich mich, nicht vom Nationalsozialismus." Die FPÖ hat auf Kampls Sager nun reagiert und ihn aus der Partei ausgeschlossen. "Jemand, der mit dem Nationalsozialismus liebäugelt, hat in der FPÖ nichts verloren", gab FPÖ-Obmann Heinz-Strache in einer Aussendung bekannt.

Der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Christian Ragger habe dem Wunsch Straches entsprochen und Kampl wegen "Gefahr in Verzug" aus der Kärntner FPÖ ausgeschlossen.

Ragger: Untragbare Aussagen

"Derartige Aussagen sind untragbar", meinte Ragger. Kampel hatte in einem Interview mit der Online-Ausgabe der "Kleinen Zeitung" etwa gemeint: "Nur von dem, was sie gemacht haben, distanziere ich mich, nicht vom Nationalsozialismus." Kampl war 2005 als damaliger BZÖ-Politiker als Bundesratspräsident vorgesehen, er stolperte aber über seine Haltung zu Wehrmachtsdeserteuren, die er als "zum Teil Kameradenmörder" bezeichnet hatte.

Kampl war 2005 als damaliger BZÖ-Politiker als Bundesratspräsident vorgesehen, er stolperte aber über seine Haltung zu Wehrmachtsdeserteuren, die er als "zum Teil Kameradenmörder" bezeichnet hatte. Im aktuellen Interview erklärte er: "Ich habe nie die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen. Ich habe das damals so gesagt, wie ich es erlebt habe. In welchem Staat gibt es das, dass man Deserteuren 50 Jahre Pension nachzahlt und dann noch eine Auszeichnung verleiht? Ich wollte nur, dass das überprüft wird. Weil solche dabei waren, die eben nicht ausgezeichnet gehören."

Angesprochen auf eine Distanzierung vom Nationalsozialismus hielt er fest: "Nur von dem, was sie gemacht haben, distanziere ich mich, nicht vom Nationalsozialismus."

Kommentare

Kampl`s Sympathien für den Nationalsozialismus des A. Hitler sind seit seiner politischen Laufbahn in der FPÖ (ein halbes Jahrhundert) bekannt..........Für die plötzliche Betroffenheit von Herrn Ragger u. Herrn Strache müsste ein Schauspielpreis vergeben werden........UNFASSBAR!!

Der greisenhafte NSDAP-Anhänger hat nicht kapiert: Keine Ideologie kann schön und rein sein, denn sie wird von Menschen ausgeführt.
Und Menschen, die sich politisch engagieren, sind entweder raffgierig, geistesschwach, Egomanier oder psychiatrische Sonderfälle.
Viele der niedergeschriebenen politischen Doktrien wären schön; doch das Reine und Gute gibt es nicht, solange es Menschen gibt! Ethik und Moral innerhalb der Gesellschaft zeitgemäß weiter zu entwickeln wurde versäumt. Stattdessen sind PISA-Studien wichtig.
Für Moral ist eben weder Zeit noch Geld.
Und daher wirds bis in alle Ewigkeit Kampls geben....

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