Kaderplanung läuft: Austria ohne Wallner, Sverkos und Schicker in die neue Saison

Metz dürfte an Bundesligisten verliehen werden Vier neue Spieler sollen im Gegenzug kommen

Bei der Wiener Austria nimmt die Kaderplanung für die kommende Saison schön langsam konkrete Formen an. Der Cupsieger hat sich entschlossen, die Option auf Vaclav Sverkos und Andreas Schicker nicht zu ziehen. Außerdem wird auch Roman Wallners auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert. Florian Metz wird verliehen. Vier neue Spieler sollen noch verpflichtet werden.

Der im Winter von Mönchengladbach ausgeliehene 23-jährige Stürmer Sverkos war im Frühjahr oftmals von Verletzungen geplagt und bei seinen sieben Bundesliga-Einsätzen bisher ohne Torerfolg geblieben. "Die Option wird aus sportlichen Gründen nicht gezogen, er hat seine Leistung einfach nicht gebracht. Er hatte nur im Cupfinale eine sehr gute Hälfte", stellte Generalmanager Thomas Parits klar.

Genauso wie bei Sverkos wird auch die Option auf Schicker nicht gezogen. Dazu wird neben dem 21-jährigen Christoph Saurer auch der ehemalige ÖFB-Teamstürmer Roman Wallner ab Sommer nicht mehr das violette Trikot überstreifen. "Es passiert oft, das die Chemie nicht passt. Roman glaubt, dass er immer spielen muss, wenn das nicht der Fall ist, ist er unzufrieden", machte Parits deutlich, warum der Vertrag mit dem 25-jährigen fünffachen Saisontorschützen nicht verlängert wird.

Metz soll verliehen werden
Nicht abgegeben, aber verliehen wird der aus der Frank-Stronach-Akademie herausgekommene Defensivspieler Florian Metz. "Er braucht diese Luftveränderung und muss sich woanders durchsetzen. Dann kann er nach einem Jahr wieder zu uns zurückkehren", meinte Parits. Laut dem Generalmanager sollen zwei Bundesligisten an einem einjährigen Leihvertrag mit dem 21-Jährigen interessiert sein.

Keeper Jelle Ten Rouwelaar, der ein Angebot eines niederländischen Erstligisten vorliegen hat, dürfte bei einer Einigung der Klubs aus familiären Gründen in seine Heimat zurückkehren. Deshalb hatten die Wiener ja bereits vor einer Woche den Ex-GAK-Goalie Saso Fornezzi als Neuverpflichtung bekannt gegeben.

Auf der anderen Seite will der Tabellensechste zusätzlich zu den Neuzugängen Fornezzi, Emin Sulimani (Ried) und Mario Majstorovic (GAK) noch "vier neue Spieler" für die Meisterschaft und die UEFA-Cup-Qualifikation (Start in der 2. Runde) unter Vertrag nehmen. "Auch Österreicher sind dabei", verriet Parits. Neben ein bis zwei Stürmern stehen vor allem ein Ersatz für den die Austria verlassenden Markus Kiesenebner und ein neuer Abwehrchef auf der Wunschliste. "Wir brauchen neue Spieler, es muss frisches Blut in die Mannschaft kommen", meinte Parits.

Janko-Transfer ad acta gelegt
Nichts wird es mit einem Transfer von Salzburg-Stürmer Marc Janko zu den "Veilchen", da der Meister weiterhin mit dem verletzungsgeplagten Angreifer plant. "Wir wollen mit fünf Stürmern in die neue Saison gehen", betonte Parits. Neben David Lafata, Thomas Pichlmann und Hannes Aigner könnte Wolfgang Mair die Nummer vier sein. "Mair kann einer davon sein, er ist sogar bereit finanzielle Abstriche zu machen, aber die letzte Entscheidung ist noch nicht gefallen", erklärte Parits.

Bei der Verpflichtung von neuen Akteuren könnte auch Mäzen Frank Stronach, dessen Magna-Konzern einen Einjahres-Sponsor-Vertrag mit den Wienern besitzt, eine entscheidende Rolle spielen. "Wenn es interessante Spieler gibt, wäre Stronach auch bereit, den Plafond etwas zu öffnen", sagte Manager Markus Kraetschmer. "Allerdings muss noch vor etwaigen Transfers geklärt werden, was passieren würde, wenn Magna und die Austria nach diesem einen Jahr getrennte Wege gehen."

(apa/red)