KAC derzeit nicht zu stoppen: Kärntner feiern ihren neunten Eishockey-Sieg in Serie

Unumstrittener Derby-Heimerfolg der Klagenfurter Capitals nach 6:3-Sieg dem KAC auf den Fersen

Der KAC bleibt das Team der Stunde in der Erste Bank Eishockey Liga. Die Klagenfurter setzten sich im Kärntner Derby vor ausverkauftem Haus gegen den VSV mit 4:3 (1:1,3:0,0:2) durch und feierten den neunten Sieg in Folge. Immer beeindruckender fällt auch die Heimbilanz der "Rotjacken" aus: Im 18. Heimspiel gelang Brandner und Co. der bereits 17. Sieg, der KAC bleibt damit auch souveräner Tabellenführer.

Nach einem noch eher ausgeglichenen ersten Drittel (1:1) legten die über die gesamte Spielzeit dominierenden Gastgeber im zweiten Spielabschnitt den Grundstein zum Erfolg. Brandner (28./PP), Craig (31.) und Norris (37.) erhöhten innerhalb von neun Minuten auf 4:1, die Partie war eigentlich gelaufen. Für Spannung sorgte aber noch einmal KAC-Goalie Scott: Im Finish nutzen die Gäste, die ihren Tormann bereits vom Eis genommen hatten, zwei Fehler des Kanadiers, um in der Schlussminute noch auf 3:4 zu verkürzen.

Bereits am Freitag hat der VSV, der weiterhin Tabellen-Fünfter ist, Gelegenheit zur Revanche. Der KAC gastiert in Villach und hat weiter den Rekord der Vienna Capitals (2004/05) bzw. von Jesenice (2007/08) im Visier: Die beiden Teams feierten da 12 Siege en suite.

Capitals vorne dabei
Die Vienna Capitals halten Anschluss an den EBEL-Tabellenführer KAC. Der Tabellenzweite feierte am Dienstag in der 36. Meisterschaftsrunde daheim gegen HK Jesenice einen 6:3-(0:0,4:1,2:2)-Erfolg und liegt damit weiterhin sechs Punkte hinter den Klagenfurtern.

Nach einem torlosen ersten Drittel gerierten die Capitals zwar durch Pare (24.) in Rückstand, stellten aber noch im Mittelabschnitt dank Treffer von Divis (28.), Lebeau (30.), Gallant (36./PP) und Tropper (38.) die Weichen auf Sieg. Nach den Anschlusstoren von Kovacevic (44.) und David Rodman (46.) jeweils im Powerplay wurde es noch einmal spannend, ehe Selmser (53.) und Riihijarvi (54./PP) endgültig für den dritten Sieg der Wiener en suite und gleichzeitig die dritte Niederlage in Folge für die Slowenen sorgten.

Salzburg feiert Sieg
Österreichs Eishockey-Meister Red Bull Salzburg hat das Duell mit Vize-Champion Olimpija Laibach klar für sich entschieden. Die Mozartstädter setzten sich vor eigenem Publikum souverän 4:0 (1:0,2:0,1:0) durch und fuhren damit den dritten klaren Sieg in Folge ein.

Im Volksgarten entwickelte sich aufgrund vieler kleinlicher Entscheidungen von Referee Winter eine zerfahrene Partie, in der die Gastgeber aber von Beginn an drückend überlegen waren und durch einen Gewaltschuss von Sweatt (17./PP) in Führung gingen. Trattning stellte ebenfalls in Überzahl auf 2:0 (29.), und mit dem 3:0 durch Mairitsch zwölf Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels war die Partie schon vor dem Schlussabschnitt entschieden. Für den Endstand sorgte der starke Sweatt mit seinem zweiten Treffer in der 43. Minute im Powerplay.

Die Salzburger, bei denen Goalie Parise zu seinem fünften Shut-out kam, stellten damit in den direkten Duellen in dieser Saison auf 2:2 und fügten den Slowenen die 15. Niederlage im 18. Auswärtsspiel zu.

Grazer besiegen Szekesfehervar
Die Graz 99ers haben ihr Auswärtsschwäche überwunden und einen 4:0-(2:0,1:0,1:0)-Erfolg bei Szekesfehervar gefeiert. Durch den Sieg im Kellerderby verbesserten sich die Steirer auf Rang acht, ihnen gelang beim Schlusslicht der erst dritte Erfolg im 18. Auswärtsspiel. Die Ungarn kassierten die siebente Niederlage in Folge.

Graz, das weiterhin Play-off-Ambitionen hegen darf, legte die Grundlage zum Erfolg bereits im ersten Drittel, als Herzog (4.) und Lange (19./PP) trafen. Nach rund einer halben Stunde brachte Day Graz bereits mit 3:0 in Front (28.), ein Rückstand, von dem sich die Ungarn nicht mehr erholten. Auch Szekesfehervars US-amerikanischer Neuzugang Jason Guerriero konnte der Offensive nicht die dringend benötigte Schlagkraft verleihen, die Gastgeber erzielten zum ersten Mal seit sechs Runden keinen einzigen Treffer. Im Finish stellte Herzog (59.) den Endstand von 4:0 her.

In den kommenden beiden Runden stehen für die Grazer am Freitag (in Laibach) und Sonntag (zu Hause gegen Szekesfehervar) zwei weitere Schlüsselspiele im Play-off-Kampf am Programm.

Innsbruck feierte 4:2-Sieg in Linz
Die Innsbrucker Haie haben ihre gute Form gegen die Linzer Black Wings unter Beweis gestellt. Die Tiroler siegten auswärts mit 4:2 (0:1,1:0,3:1) und holten damit den 15. Punkt in den vergangenen 11 Spielen. Für die Linzer, die weiterhin Dritter sind, endete eine Miniserie von zwei Siegen.

Die Linzer, die Grabher-Meier nach überstandener Gehirnerschütterung wieder mit an Bord hatten, konnten trotz zahlreicher Chancen nur das erste Drittel für sich entscheiden. Den Führungstreffer durch Iberer (19.) egalisierten die Haie im zweiten Spielabschnitt durch Murray (40.), ehe Unterluggauer (49.) und Johner (49.) die Treffer zum vorentscheidenden 3:1 erzielten. Purdies Poweplay-Treffer in der 54. Minute ließ die Boni-Truppe noch einmal hoffen, Woger machte mit seinem Tor zum 4:2 zwei Minuten vor dem Ende aber alles klar.

Kuriosum am Rande: Die roten Weihnachtsdressen der Linzer durften auf Wunsch des Schiedsrichters ab dem zweiten Drittel nicht mehr getragen werden, da Schiedsrichter Falkner die Unterscheidbarkeit der beiden Teams als nicht gegeben erachtete.

(apa/red)