K2 als übermächtiger Gegner: 400 Meter
unter dem Gipfel gab Kaltenbrunner auf!

Achttausender bleibt für dieses Jahr unbezwungen Schneelage und Erschöpfung gaben den Ausschlag

Mit einem Kraftakt wollte Gerlinde Kaltenbrunner noch das Unmögliche schaffen und den K2 mit einer Nonstop-Besteigung bezwingen. Doch der zweithöchste und schwierigste Achttausender hat sich für die Oberösterreicherin neuerlich als übermächtiger Gegner erwiesen. Rund 400 Meter unter dem Gipfel musste die Alpinistin aufgeben, berichteten "Life Radio" sowie das Expeditionstagebuch.

Gemeinsam mit ihrem Kamerateam und vier weiteren Bergsteigern war die 36-Jährige aus dem Basislager des 8.611 Meter hohen Bergriesens aufgebrochen. Zunächst erreichte die Gruppe ohne Schwierigkeiten das vorletzte Lager auf etwa 7.000 Meter Höhe.

Die Nonstop-Besteigung, komme gut voran, hatte Kaltenbrunners Ehemann Ralf Dujmovits noch tags zuvor berichtet, der nach dem Scheitern des ersten Versuchs (31. Juli) wegen "mentaler Müdigkeit" im Basislager war.

Kaltenbrunner brach schließlich, nur mehr in Begleitung eines Kameramanns, kurz vor dem ersehnten Ziel ab. Die Schneeverhältnisse hatten die beiden zu sehr ermüdet, zudem befürchtete die Oberösterreicherin Schneebrettgefahr. Die Erschöpfung der Expeditionsteilnehmer gab schließlich den Ausschlag: Man gibt für heuer auf.

"Gut entschieden!!", schreibt der Erleichterte Ehemann Dujmovits im Internet-Tagebuch, "Mein Inneres jubelt, selbst wenn ich Gerlinde, David und Daniel - und natürlich auch den anderen - den Gipfel von Herzen gegönnt hätte."

Die Alpinistin ist nach ihrem gescheiterten Non-Stop-Gipfelsturm bereits im Basislager des mit 8.611 Metern zweithöchsten Berges der Erde eingetroffen. Das vermeldete ihr Ehemann Dujmovits. Ebenso wie die Oberösterreicherin trafen auch die beiden Kameraleute Daniel Bartsch und David Göttler unversehrt unten ein.

"Überglücklich sind wir wieder alle zusammen", meinte Dujmovits erleichtert. (apa/red)