Junos von

Können diese netten Jungpolitiker
eine Partei zerstören?

Die Neos-Jugend hat den Parlamentseinzug ermöglicht - jetzt stellt sie Forderungen

Die Junos-Spitze. © Bild: NEWS/Herrgott Ricardo

Die Verunsicherung der letzten Wochen ist den Nachwuchshoffnungen der Neos-Parteijugend Junos (Junge Liberale und Neos) anzumerken. Douglas Hoyos, ihr frisch gewählter Vorsitzender, bekennt freimütig: "Die ganze letzte Woche habe ich damit verbracht, Fragen zur Cannabislegalisierung zu beantworten. Der Job macht mir aber trotzdem Spaß", versichert er.

Mit ihm sind Nikolaus Scherak, der langjährige Junos-Vorsitzende, und ihre zweimalige Spitzenkandidatin bei den Hochschülerschafts-Wahlen (ÖH), Claudia Gamon, zum NEWS-Gespräch gekommen. Scherak hat mit 28 Jahren das Jus-Doktorat abgeschlossen, ist seit Herbst letzten Jahres Neos-Nationalrat und sogar stellvertretender Klubobmann. Claudia Gamon, 25, wird ihm demnächst ins Parlament folgen. Wenn die jetzige Abgeordnete Beate Meinl-Reisinger nach der Wien-Wahl in den Landtag wechselt, rückt sie nach.

Radikalliberale Parteijugend

Das Treffen findet am neuen Campus der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) statt. Die Junos-Politiker haben sich den Ort selbst ausgesucht -und er wirkt wie ihr natürliches Biotop. WU-Studenten stehen (wirtschafts)-liberalen Vorstellungen häufig aufgeschlossen gegenüber. Die moderne Campusarchitektur und die Internationalität der Studierenden vermitteln Weltoffenheit und Liberalität. Auch die Jungpolitiker selbst fallen hier nicht auf. Ihr eleganter Businessstil ist unter den Studenten fast so etwas wie eine Uniform.

Die ganze Geschichte finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

Sie kommen sich modern vor, aber ihr Anführer ist Magret Thatcher als Zombie herum laufend. Ich war in der NEOS. Alle meine Kritiker hatten LBS im Lebenslauf. London Business School of Economic and Political Science, die Kaderschule des Neoliberalismus.
http://weltweiterwohlstand.org/eingriffspflicht/neoliberalismus.htm

higgs70

Lieb, radikalliberal.
Nur soviel, liberal ist immer noch, wenn das Individuum zuerst kommt und nicht Profit und Wirtschaftsinteressen. Und für eine Partei, deren Jugendorganisation das bedingungslose instantane Kündigungsrecht für Mietverträge fordert, ist sogar der Begriff Turbkapitalismus noch zu sanft, denn das hat sich noch nichtmal die österreichische Vermietervereinigung je zu fordern getraut. Nicht nur Begriffe sollte man kennen, auch die Inhalte verstehen und Turbokapitalismus hat mit Liberalismus so viel zu tun wie der alte Stalin mit Marxismus.

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