Julian Assange von

Beratungen in Washington

Organisation Amerikanischer Staaten diskutiert über Lösungen für den Wikileaks-Gründer

Julian Assange - Beratungen in Washington © Bild: Reuters/Montoya

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat in Washington eine Debatte über die Möglichkeit begonnen, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange von der britischen Polizei in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen wird. Die Sondersitzung war auf Antrag Ecuadors einberufen worden, das Assange Asyl gewährt hat.

In einem Resolutionsentwurf besteht die OAS auf der "Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen". Der von Ecuador vorgeschlagene Begriff der "energischen Verurteilung" einer britischen "Drohung" wurde aus dem Text gestrichen. Für eine Zurückweisung der britischen Drohung hatte Ecuador bereits Rückendeckung von den linksgerichteten ALBA-Staaten um Venezuela und vom südamerikanischen Staatenbündnis Unasur bekommen.

Assange hält sich seit mehr als zwei Monaten in der Botschaft auf, um seiner Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Er befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo er nach eigener Einschätzung wegen Geheimnisverrats verurteilt werden könnte.

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