Jugendwohlfahrt von

Intensivere Kontrollen geplant

Entscheidungen zu Kindesabnahmen sollen künftig stärker gerichtlich kontrolliert werden

Jugendwohlfahrt - Intensivere Kontrollen geplant © Bild: Thinkstock/Lifesize

Entscheidungen der Jugendwohlfahrt zu Kindesabnahmen sollen künftig stärker gerichtlich kontrolliert werden. Einen diesbezüglichen Bericht des ORF-Ö1-Morgenjournales bestätigte das Justizministerium. Dabei geht es unter anderem darum, dass sowohl das Kind als auch die Obsorge-Beauftragten - in der Regel also die Eltern - einen Antrag stellen dürfen, um die Rechtmäßigkeit der Abnahme prüfen zu lassen.

Ö1 berichtete von einem Beispielfall in Tirol: Demnach wurden einem Ehepaar in Innsbruck zwei Kinder wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch abgenommen. Drei Monate später wurde dieser Verdacht per Gutachten und Gerichtsverfahren entkräftet, die Kinder kamen zurück. Ob die Kindesabnahme gerechtfertigt war oder nicht, sei wegen der Gesetzeslage nicht zu überprüfen gewesen. Der Fall beschäftigt den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Im Justizministerium betonte man, dass es keinen Anlassfall für die neuen Maßnahmen gebe. Ein zweiter Punkt: Künftig soll es eine rasche vorläufige Entscheidung des Gerichts geben, ob Kinder aus Heimen in die Familie zurückkommen können. Diesen vorläufigen Beschluss können Eltern oder Kinder beantragen. Bisher dauert es oft ein Jahr oder mehr, weil psychologische Gutachten notwendig sind.

Kommentare

wie jetzt bei so einem verdacht sollten und müssten die kinder erstmal in sicherheit gebracht werden-
lieber 1 nacht zuviel im krisenzentrum als 1 nacht länger misshandelt zu werden

wenn die diese aufnahmezentren kinderfreundlicher machen würden, wären die psychologischen folger einer evtl *falschabnahme* nicht so heftig die folgen von evtl vergewaltigungen usw

manche menschen verdienen keine kinder-die kommen meist netmal mit sich selbst klar

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