Jugendliche an Brand in Kalifornien schuld: Durch nicht gelöschtes Lagerfeuer ausgelöst

1.000 Häuser zerstört, Schulen weiterhin geschlossen Bush macht Weg für staatliche Finanzhilfen frei

Jugendliche an Brand in Kalifornien schuld: Durch nicht gelöschtes Lagerfeuer ausgelöst © Bild: Reuters/Blake

Das verheerende Buschfeuer in dem kalifornischen Villenort Montecito ist nach Angaben der Polizei durch ein Lagerfeuer ausgelöst worden. Die Ermittler hätten zehn junge Leute vernommen, die auf einem verlassenen Grundstück ein Feuer gezündet hatten. Gutes Wetter sorgte unterdessen für weitere Erfolge bei den Löscharbeiten.

Die Jugendlichen gaben im Verhör an, sie hätten das Lagerfeuer am Ende des Abends gelöscht. Die Behörden vermuten, dass die Asche weiter schwelte und die Umgebung in Brand setzte. US-Präsident Bush und Gouverneur Schwarzenegger machten unterdessen für die Opfer der schweren Waldbrände in Kalifornien den Weg zu staatlichen Finanzhilfen frei. Damit erhalten Betroffene Hilfe beispielsweise beim Ersatz zerstörter Ausweispapiere oder der Inspektion von Grundstücken. Wer infolge der Brände seinen Arbeitsplatz verloren hat, kann ebenfalls mit staatlichen Beihilfen rechnen.

Lage entspannt sich zusehends
Die Lage in den kalifornischen Waldbrandgebieten hat sich zuletzt weiter entspannt. Die verheerenden Brände bei Los Angeles und Santa Barbara waren nach Behördenangaben nahezu vollständig unter Kontrolle. Das Buschfeuer im Prominentenwohnort Montecito nördlich von Los Angeles hatten die Feuerwehrleute komplett im Griff. Ihnen kamen dabei vor allem die weiter abflauenden Winde und kühlere Temperaturen zugute.

Bush macht Weg für staatliche Finanzhilfen frei
US-Präsident George W. Bush und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger machten unterdessen den Weg zu staatlichen Finanzhilfen für die Opfer der Waldbrände frei. Die Anordnungen zur Räumung der betroffenen Gebiete wurden aufgehoben, Zehntausende vorsorglich in Sicherheit gebrachte Bewohner durften zurückkehren.

Seit dem Beginn der Brände wurden amtlichen Angaben zufolge 170 Quadratkilometer Land zerstört. 800 Behausungen - von mondänen Villen bis zu mobilen Fertighäusern - wurden ein Raub der Flammen. Menschen kamen nach bisherigen Erkenntnissen offenbar nicht ums Leben, etwa ein Dutzend Menschen wurden jedoch verletzt.

In Kalifornien kommt es wegen Trockenheit und Hitze immer wieder zu großen Wald- und Buschbränden. Vor gut einem Jahr starben dabei acht Menschen, 2000 Häuser wurden zerstört.

(apa/red)