Jugendamt zwang Laura in die Flucht: 14-
Jährige sollte in Heim untergebracht werden

Zuvor Befangenheitsantrag gegen Richter gescheitert Mädchen angeblich aus Verzweiflung davongelaufen

Jugendamt zwang Laura in die Flucht: 14-
Jährige sollte in Heim untergebracht werden © Bild: AP/Bart Muhl

Der Grund für die Flucht der jungen holländischen Solo-Seglerin Laura Dekker war angeblich eine Drohung des Jugendamtes, sie zwangsweise in ein Kinderheim einzuweisen. Das sagte Lauras Anwalt Peter de Lange Reportern. Zuvor war er mit mit einem Befangenheitsantrag gegen drei Familienrichter gescheitert, die über Lauras künftige Unterbringung entscheiden sollen.

Die schulischen Leistungen des Mädchens hätten nachgelassen, weil es im Zusammenhang mit ihrem von den Behörden untersagten Rekordversuch, die Welt als jüngster Mensch allein zu umsegeln, starkem Druck ausgesetzt war, erklärte der Anwalt. Darüber hinaus habe Laura mehrfach die Schule geschwänzt. Deshalb habe das Jugendamt gedroht, die 14-Jährige von ihrem Vater wegzuholen. Aus Verzweiflung darüber sei Laura einen Tag später weggelaufen.

Kleines Weihnachtswunder
Nun hat es für Laura ein Weihnachtswunder gegeben: Trotz ihres Ausreiß-Versuchs muss sie nicht ins Kinderheim, sondern darf weiter bei ihrem Vater wohnen. Obendrein kann sie sich dank verständnisvoller Richter wieder Hoffnung machen, im Sommer zu ihrem Rekordversuch starten zu dürfen, als jüngster Mensch allein die Welt zu umsegeln. Mit dieser überraschenden Wendung ging eine Dringlichkeitssitzung des zuständigen Familiengerichts in Utrecht zu Ende.

(apa/red)