Jugend auch in Rumänien Trumpf: ÖFB-
Youngsters wollen jetzt auswärts bestehen

Beichler: "Dürfen uns in Bukarest nicht viel pfeifen" Österreich seit fast drei Jahren auswärts sieglos

Jugend auch in Rumänien Trumpf: ÖFB-
Youngsters wollen jetzt auswärts bestehen © Bild: APA/Jäger

Österreichs Nationalteam sieht sich fürs WM-Qualifikations-Match am Mittwoch in Rumänien als gefährlicher Außenseiter. Dem seit 6. Oktober 2006 (2:1 gegen Liechtenstein) auswärts sieglosen ÖFB-Team könnte in Bukarest die jugendliche Unbekümmertheit entgegenkommen.

"Wir sind Typen, die in jedem Match mit Spaß Fußball spielen und Leistung zeigen wollen", meint der 20-jährige Beichler. "Natürlich ist der nötige Ernst notwendig. Aber wir dürfen uns auch in Bukarest nicht zu viel pfeifen und zu viel Respekt zeigen. Wir müssen mit dem Selbstbewusstsein in dieses Spiel reingehen, dass wir auch dort etwas holen können. Wir sind Außenseiter, haben aber sicher eine Chance", so Beichler.

Beichlers gleichaltriger Sturm-Graz-Teamkollege Jantscher weiß, dass Rumänien "eine internationale Topmannschaft mit Topspielern aus Topligen" ist, doch auch er ist von der Siegchance Österreichs überzeugt. "Wir haben schon bewiesen, dass wir guten Fußball spielen können. Wenn wir unser Spiel durchziehen, werden wir auch gegen Rumänien unsere Chancen haben."

Payer: "Nötige Lockerheit"
Österreichs Einser-Tormann Helge Payer glaubt, dass es derzeit im ÖFB-Team "die nötige Lockerheit" für eine Überraschung in Bukarest gibt. "In den vergangenen Jahren war die Stimmung manchmal zu angespannt, das hat viele gehemmt. Auf der anderen Seite ist aber auch der Grat zwischen Lockerheit und Überheblichkeit sehr schmal."

Dass Österreichs Team in den vergangenen Jahren auswärts meist wenig geerbt hat, ist Beichler und Co. Fall egal. "Die Sache mit auswärts und daheim wird meiner Meinung nach zu sehr hochgeschaukelt. Sicher ist es ein bisschen anders, wenn man auswärts ausgepfiffen wird. Aber soviel Profi muss man sein, dass man sein Spiel auch auswärts zeigen kann", so Beichler.

Die theoretischen Chancen auf eine Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika dürften im Teamcamp nicht das Thema Nummer eins sein. "Wir spielen die Partie gegen die Rumänen und dann schauen wir weiter", erklärte Payer und fügte hinzu: "Es gibt keinen Grund zu übertriebener Euphorie, weil wir die Färöer geschlagen haben. Das wäre dasselbe wie wenn Rapid nach dem Sieg gegen Parndorf sagt: 'Und jetzt wollen wir in die Europa League'".

Während in Österreich derzeit die Spätsommersonne genossen werden kann, regnet es am Spielort Bukarest seit Tagen. Deshalb wackelt auch das für Dienstagabend geplante ÖFB-Abschlusstraining im Steaua-Stadion, da der Rasen geschont werden muss. Der Vorverkauf für die Partie läuft trotz der 1:1-Überraschung Rumäniens am Samstag in Frankreich eher schleppend, denn Rumäniens Quali-Chancen sind noch geringer als jene von Österreich. Maximal 15.000 Zuschauer werden erwartet.

(apa/red)